#Kommentatoren

Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, was einen guten Kommentator ausmacht. Wie er sich von anderen abhebt, was er anders macht als andere. Ich erzähle euch ein Geheimnis: Den „perfekten“ Kommentator gibt es nicht. Das ist aber auch gar nicht schlimm.

Twitter ist voll. Facebook ist voll. An jedem Spieltag egal in welchem Wettbewerb wird gepöbelt. Oder abgefeiert. Fußball-Kommentatoren polarisieren. Es gehört auch so ein bisschen zum Job. Jeder Fan legt gewisse Aussagen anders aus, achten auf verschiedene Dinge. Die Stimme, Emotionen, aber natürlich auch die vermittelten Informationen.

Ein Kommentar ist immer subjektiv. Der Kommentator beschreibt was er sieht und das auf seine ganz eigene Art. Kein Fan muss einem Kommentator zustimmen. Der Kommentator ist dazu da ein Spiel zu begleiten, den Fans einen Mehrwert zu bieten und vor allem auch auf die Dinge zu achten, die der Zuschauer nicht sieht.

Es geht nicht darum „everybodys Darling“ zu sein. Etwas abzufeiern, wo es nichts abzufeiern gibt. Oder einfach laut loszuschreien, wenn etwas passiert. Wenn ein Spiel schlecht ist, darf der Kommentator das sagen. Sollte er übrigens auch.

Ein Kommentator ist Teil der Übertragung. Nicht mehr. Nicht weniger. Wichtig ist das Spiel. Ein guter Kommentator ist der, der sich nicht wichtig nimmt. Der sich zurücknimmt, dem Spiel anpasst. Der ein Spiel lesen kann, uns mit Informationen versorgt, taktische Veränderungen wahrnimmt und die Zuschauer so mit ins Boot holt. Der ihnen zeigt, was sich auf dem Platz verändert.

Alles andere ist Geschmackssache. Darüber lässt sich auch streiten. Was mir grundsätzlich fehlt ist eine faire, aber vor allem auch sachliche Ebene. „Der Kommentator ist schlecht“ oder „Der labert nur scheiße“ ist keine Kritik, sondern einfach nichtssagend.

Wer Kritik hat, kann diese äußern, aber er sollte auch schreiben, was er genau meint. Was macht der Kommentator seiner Meinung nach falsch? Hat er inhaltliche Fehler drin? Zu viele Statistiken? Zu emotional? Erzählt er immer das selbe? … oder gefällt einem nur die Stimme nicht? Ich verstehe Kommentatoren, die sich mit dieser „Kritik“ nicht mehr auseinandersetzen, weil kein Feedback reinkommt, mit dem sie wirklich arbeiten können. Hinzu kommt, dass man es grundsätzlich nicht jedem Recht machen kann. Was man übrigens auch gar nicht muss. Ein Kommentator muss authentisch bleiben. Sollte sich nicht verstellen oder Dinge tun, nur um anderen zu gefallen.

Nochmal: Ein Kommentator ist Teil der Übertragung. Nicht mehr. Nicht weniger. Sein Job ist es den Zuschauern einen Mehrwert zu bieten.

Was ich mir wünsche? Mehr sachliches Feedback, keine Pöbeleien. Jeder Kommentator macht seinen Job nach bestem Wissen und Gewissen. Kein Kommentator provoziert bewusst Fehler oder Dinge, um Zuschauer zu verärgern.

Wisst ihr, was mittlerweile oft zu kurz kommt? Der Fußball!

Daher: Legt den Fokus als Zuschauer wieder mehr auf den Fußball selbst. Freut euch auf tolle Fußballspiele, achtet auf die kleinen Dinge, genießt diesen großartigen Sport.

Kommentare? Immer her damit!

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