Die Flandernrundfahrt 2009: Das Rennen ohne Finale!

Das war sie also, die 93. Flandernrundfahrt. Ein Klassiker bei Sonnenschein mit tobenden Fans am Wegesrand und einem entfesselt fahrenden Stijn Devolder, der seinen 2. Sieg in Serie landete. Nach vielen großen Flamen der Vergangenheit, scheint das Monument einen neuen Helden geboren zu haben. Eigentlich ist alles perfekt: Devolder fährt offensiv, lässt die anderen auf spektakuläre Art und Weise stehen und dominiert das Rennen auf den letzten Kilometern, wie es schon lange keinem Fahrer mehr gelungen ist.

Er kommt aus Westflandern, aus Kotrijk, also dem Gebiet des Rennens und verkörpert den Fahrertyp, den die flämischen Zuschauermassen am inoffiziellen Nationalfeiertag gewinnen sehen wollen. Der Sprung in die höchste Kategorie der Legenden Flanderns ist nach dem 2. Triumph am alterwürdigen Halsesteenweg in Meerbeke geschafft! Eigentlich ja eine schöne Flandernrundfahrt, das Wetter passte, der Sieger passte, das Rennen war abwechslungsreich…. Aber während ich den jüngsten der großen Klassiker verfolgte, hatte ich ständig das Gefühl: Da fehlt etwas. Es war die Würze, es war das i-Tüpfelchen jedes Rennens, es war das Finale! 263 km lang habe ich auf den Schlagabtausch der Favoriten gewartet, 263 km lang wartete ich vergebens.

Die Tradition geht verloren – Der Radsport in der Krise!

Für eingefleischte und treue Fans eines momentan in Deutschland so krisengeschüttelten Sports, wie dem Radsport, dürften die neusten Hiobsbotschaften erneut ein ordentlicher Schock gewesen sein. Auch für mich als Österreicher ist es nicht schön mitanzusehen, wie der deutsche Radsport systematisch zerstört wird.

Nachdem klar war, dass der der Klassiker „Rund um den Henninger Turm“ nicht nur seinen Namen, sondern auch das prägende Gesicht verliert, war ich bereits leicht enttäuscht. Aber das, was sich in Köln abspielt, ist noch trauriger! Das renommierte Eintagesrennen „Rund um Köln“, dass mittlerweile seit fast 40 Jahren von einem engagierten Ausrichter Artur Tabat veranstaltet wird, dürfte seinen Profistatus nicht mehr lange halten können.

Stefan Schumacher positiv – Eine deutsche Radsportwelt bricht zusammen!

Es war Montag, der 4. September, als plötzlich die Meldung: „Stefan Schumacher positiv getestet“ in den Medien aufscheint. Die Nachuntersuchungen der Dopingproben der Tour de France haben ergeben, dass der „Rad-Schumi“, wie er zuletzt oft liebevoll genannt wurde, CERA im Blut hatte. Jenes Dopingmittel, das bei dieser Tour einen großen Aufschwung erlebte. Die Experten nennen es das EPO der dritten Generation. Es bietet noch mehr Leistungssteigerung und noch bessere Regeneration. Das einzige Problem: Es ist extrem