
Hallo liebe Leser,
in den letzten Tagen gab es auf der Insel wieder viele Premier League Spiele. Es ist die traditionelle Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Die Insel kocht und die Fans tröhmen mit ihren Familien in die Stadien. Auch hier in Deutschland ist die Premier League sehr gefragt. Im Pay TV bei live Sky und im Free TV gibt es Ausschnitte im DSF. Die Premier League ist für jeden Fan einfach ein „must have“. Die Spiele, die Stadien, die Stimmung, die Fans, diese Leidenschaft, dass ist britischer Fußball. Wenn man vor einem Spiel des FC Liverpool die Fans „You Never Walk Alone“ singen hört, dann bekommt man entweder eine Gänsehaut oder singt einfach mit.
Seit einiger Zeit zittern die Fans in England. Es sind zwar Englische Teams auf dem Platz, aber manchmal ist nicht mal ein Engländer mit dabei. Der Ausländeranteil in der Premier League ist enorm.
Auch für die englische Nationalmannschaft sieht es natürlich nicht gut aus. Wenn niemand mit Potenzial nachkommt, dann sieht es irgendwann relativ rar aus.
Sam Allardyce von den Blackburn Rovers sagte nach dem Spiel gegen Arsenal London:
Für das Nationalteam sieht es in Zukunft sehr, sehr trostlos aus“
Quelle: ARD
Außerdem fordert er vom Verband:
„Die Premier League und der Verband müssen auf der Stelle tätig werden und ein Konzept entwickeln, wie sie mit dieser Situation umgehen wollen“
Quelle: ARD
Wie kam es zu der Aussage?
Ganz einfach, beim Spiel zwischen Blackburn und Arsenal standen am Anfang 22 Ausländer auf dem Platz. Nicht ein Spieler aus dem eigenen Lande stand auf dem Platz. Davon kamen alleine sieben Spieler aus Frankreich. In den letzten Minuten des Spiels wurden noch zwei Engländer eingewechselt.
Auch Steve Bruce vom FC Sunderland sagte etwas zu dem Thema:
„Wir bringen keine Spieler hervor, die so gut sind wie sie sein sollten, aus welchem Grund auch immer“, sagte Bruce. „Wir würden alle gerne mehr Engländer aufstellen, aber vielen Spielern fehlt dafür die Qualität.“
Quelle: ARD
Fakt ist, dass es kaum noch Spieler aus dem einen Land sind, die in der Premier League auf dem Platz stehen. Die Premier League ist mit der Primera Division vielleicht die beste Liga der Welt, aber ohne Spieler aus dem eigenen Land kann man die Liga bald umbennen.
Mein Vorschläg wäre, dass man festlegt, wieviele Engländer im Kader oder in der Startformation spielen sollen. Natürlich sind viele Spieler aus anderen Ländern günstiger, aber irgendwie muss man das einfach geregelt kriegen.
In Deutschland ist es noch nicht ganz so schlimm. Bei vielen Teams stehen zwar auch kaum noch Deutsche auf dem Platz, aber es ist noch relativ übersichtlich.
Ich hoffe für die Engländer und für die Liga, dass sie dieses Problem in den Griff bekommen und das wir auch bald wieder mehr Engländer in der englischen Liga verfolgen können.
Geschrieben von Florian Hellmuth
Wieso ist die Premier League ein ‚Must Have‘? Dieser Artikel bestätigt meine Theorie, dass die Premier League einfach nur scheiße ist. Mehr Kommerz geht nicht.
Da bin ich froh, dass wir hier die Bundesliga haben.
Schöne Stadien haben wir auch, vermutlich sogar noch bessere Fans, höhere Zuschauerwerte sowieso, Leidenschaft ist auch vorhanden.
Historie und Tradition hat die Bundesliga auch, obwohl diese im Vergleich zu anderen Ligen noch eine sehr junge Liga ist (erst seit 1963).
Spielerisch sind wir vllt. nicht die besten, aber ich denke mal auf Augenhöhe mit Italien um P3.
Für mich persönlich ist die Bundesliga am besten. Di PD ist auch noch ganz okay.
Aber die Premier League kann einpacken. Unglaublich, wie diese Liga in den letzten Jahren verunstaltet wurde mit den ganzen Scheichs etc ….
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Also für mich ist die Premier League ein „Must Have“.
Für mich ist Fußball Geschwindigkeit, Action und Emotionen. Das bekomme ich auf der Insel.
Ich habe keine Lust, dass ein Spieler nach nem Foul sich 10 mal beschwert und dann weinend auf dem Boden liegt.
Ich will Fußball schauen und keine Schauspieler ;)
Action und tolle Tore gibts auf der Insel.
Für mich ist die Premier League die Beste Liga der Welt.
Klar… mit den Scheichs geht mir das auch auf die Nerven… mit dem Geld verballern usw auch… aber mir gehts um den Sport und der wird auf der Insel eben geboten.
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Ich habe über die Feiertage das ein oder andere PL-Spiel gesehen und fand es relativ langweilig. Klar, da geht es etwas härter zu und die Spieler liegen nicht so lange wimmernd am Boden. Aber richtig viele Torszenen vermisst man häufig.
Vor 2-3 Jahren fand ich die PL deutlich attraktiver.
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Es ist natürlich immer sehr einfach zu sagen, dass das alles Mist in der Premier League mit dem ganzen Kommerz ist und ich halte es für zweifelhaft, nach ein paar Spielen sich ein fundiertes Urteil über die Premier League bilden zu können.
Ich schaue jetzt seit über sechs Jahren diese Liga regelmäßig, ganz einfach aus dem Grund, weil ich dort meiner Meinung nach den qualitativ besten Fußball und viele gute, spannende Spiele sehen kann. Spielfreude von Arsenal, Dynamik von Man Utd kennen die meisten. Aber auch Aston Villa, Tottenham oder Fulham spielen guten Fußball, den man im Mittelfeld der deutschen Bundesliga vergeblich sucht.
Natürlich ist auch in der Premier League nicht alles in Butter, trotzdem sollte sich der ein oder andere auch in diesem Land einmal bewusst werden, dass die Bundesliga von dem Kommerzprodukt nicht weit entfernt ist, wenn diese nicht ein solches schon ist. Mittlerweile unterscheiden uns noch die Ticketpreise und die Offenheit für Investoren (Wolfsburg und Hoffenheim sind de facto fast nichts anderes als die Beteiligung eines lokalen Unternehmers bei Wigan Athletic oder den Bolton Wanderers). Gleichzeitig darf bei den Tickerpreisen nicht vergessen werden, dass diese in Anbetracht der Wirtschaftskrise eher am fallen sind und es häufig auch vergünstige Angebote für Familien gibt.
Nun standen am Mittwoch zwischen Portsmouth und Arsenal keine Engländer in der Startelf, zum ersten Mal überhaupt. Natürlich ist das eine unschöne Entwicklung, aber eher Seltenheitswert. Auch bei den Topklubs (bei Chelsea und Man Utd mehr als bei Liverpool und Arsenal) spielen zahlreiche Engländer, bei den kleinen Klubs sowieso. Arsenal hat auch schon vor drei Jahren ohne Engländer gelegentlich gespielt – da hat das keine Sau großartig interessiert.
Und bei all dem Kommerz-Geschrei darf eben auch nicht übersehen werden, dass insbesondere Arsenal (!) eine exzellente Jugendabteilung hat und englische Talente fördert und ausbildet, z.B. Kieran Gibbs, Theo Walcott und Wilshere, um mal ein paar zu nennen. Aaron Ramsey ist aus Cardiff geholt worden.
Portsmouth steht in der Tat kurz vor der Pleite, nur komisch, dass dieser Verein nie in Besitz von Scheichs war. Das war nämlich ein russischer Unternehmer, der dem Verein gehörte. Und Portsmouth ist zu einem großen Teil pleite, weil es vereinsinterne Schwierigkeiten gab. Man hat das kleinste Stadion der Liga, hat aber zur Zeit von Redknapp als Trainer viel zu exorbitant eingekauft und Gehälter gezahlt. Von daher sollte Redknapp eigentlich der erste sein, der den Mund zu halten hat. Die Pleite von Portsmouth ist also nur bedingt mit Kommerz in der Liga zu zahlen. Und komisch, dass es auch in der Bundesliga bankrotte Vereine gibt und gab, siehe Dortmund und Hertha. Die Premier League mag dafür lediglich anfälliger sein.
Den Fußballverbänden sind diese Schwierigkeiten übrigens bewusst und man hat erst vor kurzem Frühwarnsysteme und häufigere Kontrollen eingeführt. So viel mal von jemandem, der die Premier League sehr schätzen gelernt hat, nicht aber alles in den Himmel lobt. Ich würde mir wünschen, dass gerade in der medialen Auseinandersetzung in Deutschland deshalb auch nicht immer alles gleich schlechtgeredet und plakativ verurteilt wird.
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