Planet of Sports goes extreme – Die DSDS Kritik – Fünfte Mottoshow

Preview

Hey@all,

in Köln geht heute Abend ab 20:15 Uhr die Fünfte von Neun Mottoshows über die Bühne.

Ab heute singt jeder Kandidat 2 Songs. Selbstverständlich gibt es hier auch 2 Mottos.

Diese heißen heute: Aktuelle Hits & I love you

Die Songs der Kandidaten

Dominik Büchele
– Stark – Ich + Ich
– Wire To Wire – Razorlight

Vanessa Neigert
– Liebeskummer Lohnt Sich Nicht – Siw Malmquist
– Gib Mir Sonne – Rosenstolz

Annemarie Eilfeld
– Just Dance – Lady Gaga
– Nobody Knows – Pink

Sarah Kreuz
– Unforgettable – Nat King Cole
– If I Were A Boy – Beyoncé

Benny Kieckhäben
– Closer – Ne-Yo
– Und Wenn Ein Lied – Söhne Mannheims

Daniel Schumacher
– You Give Me Something – James Morrison
– Allein Allein – Polarkreis 18

Hier ein kleiner Artikel von der Redaktion von Digitalfernsehen.de

Hamburg – Die alljährliche Suche nach dem „Superstar“ tritt bei RTL allmählich in die entscheidende Phase.

An diesem Samstag (20.15 Uhr) versammelt die Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) um ihren Chef Dieter Bohlen die letzten sechs Kandidaten vor sich, die sich anschicken, in die Fußstapfen von Vorjahressieger Thomas Godoj zu treten. Das Thema der aktuellen Show, in der jeder Bewerber zwei Lieder singen muss, lautet: „Aktuelle Hits“ und „I love you“. Das Finale mit den letzten beiden Kandidaten ist am 9. Mai.   Der Sender ist mit dem bisherigen Verlauf der sechsten Staffel zufrieden: Rund 5,5 Millionen Zuschauer sitzen samstags bei den sogenannten Mottoshows vor den Bildschirmen – knapp 30 Prozent Marktanteil unter den jüngeren, 14 bis 49 Jahre alten Zuschauern erfüllen die Ansprüche der Werbekundschaft und machen die Show auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu einem Geschäft. Selbst die ZDF-Show „Wetten, dass..?“ konnte der „DSDS“-Quote nur wenig anhaben.

Einer der Gründe mag sein, dass der Kölner Privatsender es auch dieses Mal geschafft hat, einige Kandidaten ins Gespräch zu bringen und die Boulevardpresse ausreichend für ihre Schicksale zu interessieren. Im Kreuzfeuer steht derzeit die 18-jährige Annemarie Eilfeld aus Dessau, der ein „Zickenkrieg“ mit der 19-jährigen Mitbewerberin Sarah Kreuz nachgesagt wird. Die männlichen Kandidaten Daniel, Benny und Dominik treten dabei in den Hintergrund.

Die nicht zu RTL gehörigen Blogs beschäftigen sich intensiv mit dem Thema und damit, welche Rolle der Sender bei der Inszenierung spielt: „Das Show-Konzept geht voll auf“, schreibt ein Blogger. „Zickenkrieg (Annemarie, Sarah) und Freak-Show (Holger, Benny) – zwei Unschuldige (Vanessa, Dominik) und der Prinz (Daniel), fast wie bei Shakespeare. Aber bitte bitte Leute, lasst es Show sein.“ Andere Beobachter lassen sich vom „Zickenkrieg“ beeindrucken: „Diese Frau nervt mich einfach nur noch ab“, meint ein anderer Schreiber über Annemarie. „Habe DSDS bis jetzt immer gesehen, um mir den Singsang anzuschauen und Spaß zu haben. Aber mittlerweile muss einfach jede Sendung Dschungelcampcharakter haben.“

„Hoffentlich geht das schnell“, reagiert ein weiterer Blogger. „Ich würde Annemarie lieber einen Teller Kakerlaken verspachteln sehen, als ´99 Luftballons‘ schief und krumm trällern hören.“ Und: „Vielleicht sollte sie auch Astronautin werden. Man könnte sie vielleicht ein paar Jahre zur ISS schicken

Quelle: Digitalfernsehen.de

Das ist wirklich mal ein schöner Artikel der DF. Schön, dass diese auch mal an die Blogger denken, die Woche für Woche mehr oder weniger vernünftiges Zeug zu DSDS schreiben.

Seit dieser Woche ist Annemarie noch größer und hartnäckiger in der Bild als zuvor. Wenn sie es nicht schafft Superstar zu werden, dann kann sie vielleicht eine Lehre bei der Bild beginnen. Nun hat sie ihren eigenen Blog bei Bild.de sowie neue Bilder. Außerdem fordert die Bild nun, dass alle Zuschauer, wegen der Gleichberechtigung Annemarie wählen sollen.

Das sieht dann so aus:

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Bildquelle: Bild Magdeburg - Danke an das DF Forum

Von den anderen Kandidaten gab es nichts nennenswertes zu hören oder zu lesen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass Annemarie mit diesem Bild-Titelmädchen Image weit kommt. In der Jury wird sie ja bereits als Mediengeil bezeichnet und es ist einfach so… ohne Wenn und Aber.

Ein bisschen Presse ist vielleicht noch zu verzeihen, aber das ist zu viel. Mal schauen, ob die Jury heute noch etwas dazu sagt. Wundern würde es mich jedenfalls nicht.

Das Problem ist, dass die Blogger, genauso wie ich darüber berichten… und das ist ja das, was Annemarie & Co wollen. Wie ihr seht, klappt das auch. Auch schlechte publicity ist gute publicity.

Die Show - Die Bewertungen

Dominik Büchele

Stark – Ich + Ich

Der erste Auftritt von Dominik konnte nicht überzeugen. Er hat das Lied einfach zu brav und zu langweilig gesungen. Wie es Bohlen sagte: Dieses Lied hat Soul und diesen spürte man einfach nicht.

Wire To Wire – Razorlight

Der zweite Auftritt von Daniel war schlechter als der erste… Ich fand auch, dass das Lied nicht besonders zu ihm passte. Es fehlte wirklich einiges, auch gesanglich konnte er keineswegs überzeugen.

Benny Kieckhäben

Und Wenn Ein Lied – Söhne Mannheims

Als erstes muss man Benny den Mut zusprechen, dass er sich dieses wirklich schwere Lied ausgesucht hat. Das mit dem Dialekt, fand ich nicht so schlimm, da jeder ein Lied selbst interpretieren sollte. Im Großen und Ganzen war es ein wirklich guter Auftritt.

Closer – Ne-Yo

Ganz hart gesagt fand ich den Auftritt ziemlich schwul. Alles was er im ersten Auftritt gut gemacht hat, wurde hier wieder zu nichte gemacht.  Bei Benny kann man wirklich nur sagen: Mal hop und eben auch mal flop. Das war ein flop auf ganzer Linie.

Vanessa Neigert

Liebeskummer Lohnt Sich Nicht – Siw Malmquist

Eigentlich könnte ich das, was ich letzte Woche geschrieben habe hier reinkopieren. Es ist einfach jede Woche das gleiche… Jeder Song hört sich wieder andere an, es fehlen einfach die verschiedenen Facetten, die einen Künstler ausmachen sollten.

Gib Mir Sonne – Rosenstolz

Vom Outfit her hätte man denken können, dass nun Candyman von Christina Aguilera kommt, aber was leider nur Gib mir die Sonne von Rosenstolz. Dieses Lied hat sich wirklich ziemlich vergewaltigt. Sie hat das Lied nicht verstanden, sie hat es nicht gelebt und irgendwie nur runtergejodelt. Keine Stimme, kein Gefühl, dass war weniger als nichts, sorry.

Annemarie Eilfeld

Nobody Knows – Pink

Auf diesen Auftritt und auf dieses Lied habe ich mich heute am meisten gefreut. Erstmal muss man Annemarie den Mut zollen, dass sie Woche für Woche wirklich keine leichten Titel auswählt. Das Lied ist schwer zu singen und sie hat es wirklich richtig gut rübergebracht. Auch hier muss ich Bohlen zustimmen, dass dieser Auftritt der beste war, den sie bei DSDS zeigte. Einziger Kritikpunkt: Mir fehlte noch ein bisschen Gefühl.

Just Dance – Lady Gaga

Erstmal muss ich sagen, dass mir das Lied ganz und garnicht gefällt. Das hat meiner Meinung nach nicht viel mit Musik zu tun, aber das nur nebenbei. Der Auftritt war solide, nicht mehr, nicht weniger.

Daniel Schumacher

You Give Me Something – James Morrison

Ich fand den ersten Auftritt von Daniel nicht so überragend wie Dieter Bohlen, sondern eher ein wenig mittelmäßiger. Einige Passagen fand ich nicht ganz optimal, ohne seine dennoch gute Leistung mildern zu wollen.  Es war nicht sein bester Auftritt.

Allein Allein – Polarkreis 18

Dieser Auftritt hat mir im Gegensatz zur Jury überhaupt nicht gefallen. Er hat einige Töne versemmelt und ich fand auch, dass das Lied nicht zu ihm passt. Sorry, aber mir hat es einfach nicht gefallen.

Sarah Kreuz

Unforgettable – Nat King Cole

Das was ich bei Vanessa bemängelt habe, dass gab es heute positiv bei Sarah zu sehen und hören. Ein Künstler muss verschiedene Facetten haben und Sarah zeigte uns heute mit Unforgetabble, dass sie sehr viele Facetten hat. Sie hat das Lied klasse gesungen. Klasse Auftritt.

If I Were A Boy – Beyoncé

Eines ist klar: Wenn man auf die  Bühne geht, dann sollte man seinen Text können. Dennoch gestehe ich ihr diesen Fehler ein, denn Fehler macht bekanntlich jeder. Das was man gehört hat, war nicht so schlecht. Nächste Woche muss es aber wieder besser werden. Der erste Auftritt war klar besser.

Bester Auftritt der Show

Annemarie Eilfeld – Nobody Knows

Wer sollte fliegen?

Dominik Büchele war für mich am schwächsten heute.

Die Entscheidung

Am Ende musste Vanessa Neigert gehen. Das ist im Großen und Ganzen auch völlig Ok und vorallem nachvollziehbar. Ihr 2 Auftritt war einfach nichts. Außerdem war der 1. Auftritt wie fast jeder von ihr… Sie zeigte keine verschiedenen Facetten und muss deshalb vollgerichtig DSDS verlassen.

Wieso ich bei: Wer soll fliegen Dominik hingeschrieben habe, weiß ich jetzt auch nicht… Mein Fehler, da sollte eigentlich Vanessa hin, ist nun aber auch egal.

Bis nächste Woche, gute Nacht und frohe Ostern.

Geschrieben von Florian Hellmuth

Nächste Woche: Endlich eine Frau – Planet of Sports im Interview mit Andrea Kaiser

Hey@all,

nachdem in der letzten Nacht eine enttäuschende Wrestlemania über die Bühne ging, habe ich wieder bessere Nachrichten.

Bisher konnte der Blog nur Männer als Interviewpartner vorweisen, aber in der nächsten Woche gibt es endlich Entlastung für die Frauen.

Mit Andrea Kaiser vom DSF gibt es ein Interview mit einer echten Powerfrau. Sie hat eine Rennlizenz und springt auch  gerne mal per Fallschirm aus dem Flugzeug.

Für das DSF moderiert sie unter anderem DSF Aktuell. Außerdem wird sie ab dem 10 April die Moto GP als Boxenreporterin begleiten.

Andrea Kaiser, nächste Woche im Planet of Sports Interview

Geschrieben von Florian Hellmuth

Die Flandernrundfahrt 2009: Das Rennen ohne Finale!

Das war sie also, die 93. Flandernrundfahrt.  Ein Klassiker bei Sonnenschein mit tobenden Fans am Wegesrand und einem entfesselt fahrenden Stijn Devolder, der seinen 2. Sieg in Serie landete. Nach vielen großen Flamen der Vergangenheit, scheint das Monument einen neuen Helden geboren zu haben. Eigentlich ist alles perfekt: Devolder fährt offensiv, lässt die anderen auf spektakuläre Art und Weise stehen und dominiert das Rennen auf den letzten Kilometern, wie es schon lange keinem Fahrer mehr gelungen ist.

Er kommt aus Westflandern, aus Kotrijk, also dem Gebiet des Rennens und verkörpert den Fahrertyp, den die flämischen Zuschauermassen am inoffiziellen Nationalfeiertag gewinnen sehen wollen. Der Sprung in die höchste Kategorie der Legenden Flanderns ist nach dem 2. Triumph am alterwürdigen Halsesteenweg in Meerbeke geschafft! Eigentlich ja eine schöne Flandernrundfahrt, das Wetter passte, der Sieger passte, das Rennen war abwechslungsreich…. Aber während ich den jüngsten der großen Klassiker verfolgte, hatte ich ständig das Gefühl: Da fehlt etwas. Es war die Würze, es war das i-Tüpfelchen jedes Rennens, es war das Finale! 263 km lang habe ich auf den Schlagabtausch der Favoriten gewartet, 263 km lang wartete ich vergebens.

Die Tendenz, dass bei der „Ronde“, wie das Rennen von den vielen Radsportfans weltweit genannt wird, eine gewisse Angst vor dem Angreifen besteht, scheint sich zu bestätigen.  Der Sieger Stijn Devolder profitierte zum zweiten Mal nach 2008 von einem sehr zögerlichen Verhalten der anderen Favoriten. Als er es am Eikenmolen, der drittletzten Steigung probierte sich anzusetzen, kamen nur sehr verhaltene Reaktionen im Hauptfeld. Lediglich Sergej Ivanov setzte ganz vorsichtig nach, gab den Versuch aber kurz darauf wieder auf. 25 km vor dem Ziel war das Rennen zu Ende. Devolder konnte von dort an unbehelligt zur Spitze aufschließen, diese stehen lassen und den gekühlten Champagner im Ziel abholen, keine Gegenwehr weit und breit. Aber warum? Devolder war Vorjahressieger und ein bekannt guter Fahrer. Außerdem hatte er 2008 genau denselben berg für seinen Angriff gewählt. Warum ließ man ihn wieder ziehen? Die Antwort ist nicht schwer herauszufinden: Devolder war trotz des Vorjahressieges für die Konkurrenz nur der 2.Mann hinter Kapitän Tom Boonen.

So machten viele Fahrer den selben Fehler, wie noch 2008, und glaubten, Devolder bereite mit dem Angriff nur das Finale für den eigentlichen Quick-Step Chef vor. Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, dass selbst bei den großen Klassikern nichts mehr riskiert wird und die Favoriten ihre Kräfte alle bis zum Schluss aufbehalten möchten, sonst wäre ja jemand mitgegangen. Vor allem beim  großen Duell des Tages zeigte sich dieser Eindruck verstärkt: Tom Boonen und Filippo Pozzato konnten sich zwar ganze drei Mal vom Verfolgerfeld lösen, ließen sich dann aber immer wieder von der Gruppe dahinter einholen. Die beiden hätten sich „zu Tode gefahren“, wie es Tom Boonen bezeichnete. Der belgische Volksheld monierte dabei Pozzatos Fahrweise: Er habe schon „vor dem Fahren mit dem Taktieren begonnen“. So war es zwar für den Zuschauer sehr spektakulär, als die beiden am Koppenberg, der schwierigsten Rennpassage attackierten und die Verfolger um einige Radlängen abhängten, aber am Ende blieben diese Showeinlagen bedeutungslos. Bezeichnenderweise war es bei 2 der 3 Duelle Tom Boonen, der die Iniative ergriff. Im Ziel konnte er seinen Zorn nur schwer verbergen: Er habe einen „Schatten“ gehabt.

Während Tom Boonen, gefangen im taktischen Korsett, all seine Chancen auf den Sieg verlor, konnte sich sein unbeachteter Teamkollege Devolder zum 2. Sieg in Folge aufmachen. Alle Blicke waren auf Boonen gerichtet. Die Favoriten achteten haargenau darauf, wann er seinen Angriff forciert um sich abzusetzen. Ein Auge war immer auf den gebürtigen Hasselter gerichtet um den alles entscheidenden Moment ja nicht zu übersehen. Der Angriff kam nicht und somit war das Rennen 25 km vor dem Ziel entschieden.

Eurosport Kommentator Ulli Jansch lobte Devolder dann als „stärksten Fahrer des Rennens“. Diesen Eindruck jedoch, teile ich nicht mit ihm. Devolder war ganz sicher in guter Verfassung und zählte zu den besten Fahrern im Rennen. Aber wie gestern schon Filippo Pozzato bezeichnend sagte: „Tom Boonen war stärker als Devolder.“ An den entscheidenden Stellen war der stärkste Fahrer im Vorfeld immer vorne und hinterließ physisch einen bärenstarken Eindruck. Aber dennoch schaffte es der stärkste Fahrer am gestrigen Sonntag nur auf die 20.Position. Er hätte locker noch unter die ersten 5 fahren können, wahrscheinlich sogar Platz 2 erreichen können. Aber Boonen schien am Ende, nach diesem für ihn so enttäuschend verlaufenden Rennen nicht mehr die mentale Energie aufbringen zu können, um das zu schaffen. Somit war es am Ende Heinrich Haussler, der den 2. Platz „erbte“ und  nach Mailand-San Remo erneut auf das Podest kam. Der Deutsch-Australier wusste aber ganz genau, wem er diese Position zu verdanken hatte:  Dem Rennen ohne Finale!

Geschrieben von Jakob Fischer