Thomas Hitzlsperger – Er wollte viel, aber erreichte wenig…

Hallo liebe Leser,

heutzutage bekommen viele Bundesliga-Spieler Angebote aus dem Ausland. Versprochen wird meistens viel Geld, neue Erfahrungen und vor allem Erfolge. Auch Thomas Hitzlsperger wollte sich diesen Traum erfüllen, als er zur  Winterpause vom VFB Stuttgart zu Lazio Rom wechselte.

Ich denke, es ist überhaupt keine Frage, dass seine Vorrunde in Stuttgart nicht besonders gut war, er konnte seine Leistungen nicht abrufen und verlor  sogar sein Amt als Kapitän beim VFB. Es hatte einfach alles nicht mehr gepasst, daher kann man vielleicht sogar nachvollziehen, dass es ihn ins Ausland gezogen hat. Er wollte beweisen, dass er es noch drauf hat und das er auch noch in die Nationalmannschaft gehört.

Heute muss er feststellen, dass ihm der Wechsel alles andere als gut getan hat. Mit Lazio Rom landete er am Ende der Saison auf Rang 12 und das ist alles andere als befriedigend. Nichts mit Europa, nichts mit vollen Stadien, es war einfach enttäuschend und für ihn sicherlich unerwartet, wenn man ins Ausland geht, dann hat man natürlich seine Wünsche und Träume und natürlich seine Ziele.

Hitzlsperger selbst hat es mittlerweile auch eingesehen:

„Damals war ich sicher: Ich bin jetzt 28, da sollte es mir gelingen, mich schnell anzupassen und gleich bei Lazio zu spielen. Das war eine Fehleinschätzung, da habe ich mich übernommen“

Quelle: Kicker

Was ich nicht verstehen kann, wieso Italien, wieso Lazio? Er hatte immer das Ziel wieder für die Nationalmannschaft zu spielen, wenn man dann bei einem Verein spielt, den in Deutschland fast niemanden interessiert, dann ist es schwer sich zu beweisen, bzw. die Aufmerksamkeit vom Nationaltrainer wiederzugewinnen. Wenn man dann mit dem Verein im Mittelfeld der Serie A steckt, dann ist das auch nicht sonderlich hilfreich.

Bei Lazio sieht er jedenfalls keine Zukunft mehr:

„Eine Zukunft bei Lazio ist schwer vorstellbar. Ich kann mir einen Wechsel in die Bundesliga gut vorstellen. Andererseits schreckt es mich aber nicht, wieder ins Ausland zu gehen.“

Quelle: Kicker

Ganz ehrlich? Wenn er ein Angebot aus der Bundesliga hat, dann sollte er dieses annehmen. Ausland ist gut und schön, aber diesmal hat es nicht geklappt und wieso sollte es beim nächsten mal klappen? Problem ist auch, dass seine Saison nicht die beste war, also werden die Teams im Ausland, die Interesse haben auch nicht viel besser sein als Lazio. Wenn er wirklich den Wunsch hat in seiner Karriere noch etwas zu reißen, bzw. wieder in die Nationalmannschaft will, dann muss er zurück in die Bundesliga, alles andere wäre meiner Meinung nach Selbstmord für die Karriere.

Wenn ich in seiner Situation wäre, dann würde ich auf Geld verzichten und zu einem Bundesliga-Verein gehen, der vielleicht im Mittelfeld spielt, denn in dieser Mannschaft wäre er dann ein gestandener Spieler, ein Spieler mit Erfolgen, der eine Mannschaft auszeichnen kann und wenn er sich dort gut macht, seine Leistungen zeigt, dann könnte er vielleicht irgendwann wieder in die Nationalmannschaft eingeladen werden.

Um das ganze zusammenzufassen:

Hitlsperger hat es gewagt, was natürlich Respekt verdient, denn das traut sich nicht jeder, aber er muss sich eingestehen, dass es am Ende vielleicht der falsche Weg war, aber heute ist man immer schlauer. Nun muss er nach vorne schauen, sich einen Bundesliga-Verein suchen und dort wieder angreifen. Er ist ein guter Spieler, er muss es aber auch wieder zeigen. Wenn er den Kopf frei hat, dann traue ich ihm auch ein Comeback in der Nationalmannschaft zu.

Ein Comeback in der Premier League, also in England würde ich ihm nicht empfehlen … ich denke, er sollte sich lieber auf nationalem Boden rehabilitieren und versuchen in der Bundesliga neu anzugreifen.

Geschrieben von Florian Hellmuth

Ein Kommentar zu „Thomas Hitzlsperger – Er wollte viel, aber erreichte wenig…

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  1. Standing ovations. Ein Wechsel zurück in die BuLi ist wirklich das, was man Hitzlsperger empfehlen sollte.

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