Pause in Madrid – Wenn Kai Dittmann einem davon abhält, einfach einzuschlafen…

Momentan gibt Jose Mourinho in Madrid Anweisungen, wie sie in der zweiten Halbzeit spielen sollen – Barcelona grübelt darüber nach, wie sie noch gewinnen können und Sky Kommentator Kai Dittmann hindert uns Zuschauer daran, einfach einzuschlafen…

WOW, ist dass ein „El Clasico“ – Die erste Halbzeit ist vorbei und ich wäre fast eingeschlafen. Es ist zwar keine Überraschung, dass wir kein Spektakel sehen, aber ein bisschen mehr wäre doch möglich gewesen, oder? Mourinho hat sich heute Nacht im schlaf eine Taktik ausgedacht, die bisher sehr gut funktionierte. Barcelona konnte bisher noch keine Lösung finden, um das wichtige Auswärtstor zu erzielen. Sie hatten zwar Chancen, konnten diese aber bisher nicht nutzen.

Kai Dittmann gefällt mir heute Abend sehr gut. Er kommentiert gewohnt locker und analysiert dieses Spiel auch im taktischen Bereich wirklich sehr gut. Auch seine Sprüche können sich sehen lassen und man kann sich so ein lächeln nicht verkneifen. Auf der anderen Seite fragt man sich natürlich, wieso man auf sowas schaut? Tja, wenn das Spiel über weite Strecken nicht mehr hergibt? Dittmann hält einen bei Laune, auch wenn das Spiel echt nicht der Brüller ist.

Bis jetzt in Dittmann, trotz Tonproblemen der beste Mann im Bernabeu. Hoffen wir auf eine bessere zweite Halbzeit und auf ein erlösendes Tor. Es kann nur besser werden.

Einen schönen Abend noch!

Geschrieben von Florian Hellmuth

Real Madrid vs. FC Barcelona – Aber eigentlich geht es doch nur um Jose Mourinho…

Der Kracher, dass „El Clasico“, dass Champions League Halbfinale – Fußballherz, was willst du mehr? Na klar, einen Trainer, der mehr ist, als ein Trainer… eine Figur, ein Typ, der im Vorfeld wie immer kein Blatt vor dem Mund nimmt…

Was sehen die meisten Fans, wenn sie Jose Mourinho sehen? Einen Trainer, ein arrogantes Arschloch? Meist ist es wirklich so. Wer sich aber mit dem Trainer, dem Menschen Jose Mourinho beschäftigt, der weiß, dass mehr dahinter steckt. Mourinho weiß, was er tut, ist der gerissenste Typ, dem man in diesem Geschäft kennenlernen kann.

Wenn ein Jose Mourinho den deutschen Schiedsrichter Stark als Messi-Fan outet, dann hat das einen Grund. Ein Jose Mourinho macht nichts ohne Grund. Worüber schreiben die Zeitungen heute? Darüber, dass Mourino über Stark gelästert hat und worüber kaum noch? Über das Spiel, über seine Mannschaft… man redet über Jose Mourinho. Hat dieser Trick geklappt? Natürlich… alle Medienvertreter passen auf, was Jose Mourinho als nächstes tut und seine Mannschaft hat seine Ruhe. So und nicht anders, soll das sein.

Wäre José Mário dos Santos Félix Mourinho oder kurz gesagt, Jose Mourinho nicht Fußballtrainer geworden, dann vielleicht Schauspieler? Als James Bond würde er sicherlich eine gute Figur machen. Er ist einer der coolsten Typen, die man in der Öffentlichkeit sieht. Mourinho würde seinen Wodka-Martini nicht geschüttelt oder gerührt zu sich nehmen, nein… ein Jose Mourinho würde das Zeug pur und eiskalt genießen und danach einen weiteren bestellen.

Dieser Kerl kann eines… Leute unterhalten. Jede Pressekonferenz ist ein Erlebnis, jedes lächeln kann ehrlich gemeint sein oder er denkt sich, was willst du kleiner Pressefuzzi? Das macht die Person Mourinho eben auch aus, er ist unberechenbar.

Wichtig ist außerdem, dass Mourinho zwei Gesichter hat – Das eine zeigt er in der Öffentlichkeit, dass andere privat und vor seiner Mannschaft. Auch das ist ein Erfolgsrezept. Mourinho ist ein Schauspieler, der dir alles verkaufen kann, was du dir vorstellst.Du darfst ihm nur nicht blöd kommen, sonst kommt er dir blöd und das, auf seine charmanteste Art.

Heute Abend wird sich zeigen, ob er mit seiner Art, seiner Vorbereitung, wieder einmal Erfolg hat. Eines ist sicher: Egal, wie dieses Spiel ausgeht, die Pressekonferenz wird wieder der Brüller.

In diesem Sinne: Gutes gelingen, Herr Mourinho!

Geschrieben von Florian Hellmuth

Schalke verliert mit 0:2 gegen Manchester United – Gibt es noch Hoffnung für das Rückspiel?

Enttäuschung in Gelsenkirchen – Nach dem „Wunder von Mailand“, klappte es heute nicht mit dem nächsten Akt – Mit zwei Auswärts-Gegentoren wird es nun sehr schwer, doch noch das Finale zu erreichen.

Natürlich ist man traurig, natürlich ist es schade, dass Schalke kurz vor dem Aus in der Champions League steht. Dennoch darf man nicht vergessen, wie weit man gekommen ist und gegen wen man gespielt hat. Stefan Effenberg hatte bei Sky schon recht, als er sagte, dass Manchester United nicht Inter Mailand sei. Das konnte man auch auf dem Platz gut erkennen.

Fakt ist aber, dass Schalke 04 noch nicht ausgeschieden ist. Natürlich ist die Chance sehr gering, dass Finale noch zu erreichen, aber sie ist da. Im Fußball kann immer, alles passieren, wieso also nicht dieses Wunder? Gegen Inter Mailand hat auch kein Mensch damit gerechnet, dass man nur den Hauch einer Chance hätte, am Ende gewann man sogar beide Spiele. Schalke ist unberechenbar in dieser Saison, am kommenden Mittwoch im Old Trafford werden wir sehen, welches Gesicht Schalke 04 zeigen wird. Möglich ist alles.

Ich bin auch kein Fan davon, dass man alles schlecht redet, was heute schief gelaufen ist. Schaut man bei Twitter & Co, dann denkt man, Schalke wäre abgestiegen. Ich denke, man sollte auf dem Teppich bleiben und Schalke 04 vor allem danken. Wofür? Für die tollen Champions League Abende, die uns diese Mannschaft in den letzten Wochen und Monaten beschert hat. Die Emotionen, die Leidenschaft, diesen Spaß. Das vergessen viele. Am nächsten Mittwoch werden wir erneut alle vor dem Fernseher sitzen, die Daumen gedrückt halten und an das Wunder glauben.

Wie sagt man es so schön…

„Auch in Manchester wird nur mit Wasser gekocht…“

Geschrieben von Florian Hellmuth