Wer ist schon Quelix? Arnd Zeigler im Trainingslager mit Thomas Schaaf!

Da Arnd Zeigler alles andere als fit ist, durfte er nun mit Thomas Schaaf ein wenig trainieren – Ich bin mir aber sicher, dass Herr Zeigler diesen Tag nicht vergessen wird.

Welcher Bundesligafan kennt Arnd Zeigler eigentlich nicht? Seine Show „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ gibt es an jedem Bundesliga-Sonntag ab 23:45 Uhr im WDR zu sehen. Aber vor allem im Radio ist Arnd Zeigler mit seiner Kolumne präsent. Weiterlesen „Wer ist schon Quelix? Arnd Zeigler im Trainingslager mit Thomas Schaaf!“

Der Blog am Sonntag – 20. Februar – „Werder Bremen muss mit dem Arsch an die Wand kommen!“

Hallo liebe Leser,

es ist einer von diesen Tagen, an denen mir nicht sonderlich viel einfällt. Die Bundesliga spielte, aber man hatte nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wenn man auf die Ergebnisse schaut. Ich persönlich habe nur einen kleinen Teil der Konferenz am Samstag gesehen. Das Freitagsspiel, sowie das Topspiel habe ich bewusst ausgelassen. Sorgen mache ich mir mittlerweile um Werder Bremen. Ein 4:0 im Nord-Derby tut richtig weh und wenn man die Aussagen der Fans liest, dann ist das mittlerweile schon ziemlich heftig. In Bremen ist man es nicht gewohnt, dass gemeckert oder kritisiert wird. Schaaf und Allofs werden es schon machen, so klang es in der Vergangenheit. In dieser Saison sieht alles anders aus, eben weil man keine Verbesserungen sieht.

Felix von Medien-Sport-Politik.de beschreibt das Problem auf Facebook:

Geht nicht um die großartige Arbeit von Schaaf und Allofs. Nur geht es darum, dass man scheinbar den Ernst der Lage nicht erkannt hat. Wenn ich in der Hinrunde mit Gladbach Schießbude der Liga bin, muss ich die Abwehr verstärken. Das kleine Einmaleins im Fußball. Und zur Not muss ich dafür auch mal ein wenig ins Portmonee greifen. Allofs und Schaaf hoffen schlicht auf Besserung. Das Ergebnis sieht man. Wir sind wieder Schießbude, bekommen zu einfach die Gegentore, machen zu viele Fehler. Schaaf und Allofs haben in den letzten Jahren perfekte Arbeit gemacht, aber dieses Jahr ist das einfach nur ignorant. Als wenn sie die schlechte sportliche Lage nicht wahrhaben wollen. Das ärgert mich, ändert aber nichts an den tollen Arbeit die letzten Jahre. Nur verstehe ich es einfach nicht, wie Schaaf und Allofs so blind derzeit handeln.

Quelle: Facebook

Ich denke, dass man bei 48 Gegentoren nach 23 Spielen davon ausgehen kann, dass da hinten etwas nicht hinhaut. Getan hat sich am Kader nicht viel, was verwunderlich ist. Wenn die Fans das nun kritisieren, dann kann Allofs nicht viel tun als zuzustimmen. Eine Mannschaft, die ewig in der Champions League spielte tut sich natürlich schwer im Abstiegskampf. Teams, die dort öfter zu finden sind, die kennen die Situation und verinnerlichen diese entsprechend. Wenn Werder nicht absteigt, was in dieser Saison durchaus möglich erscheint, dann muss man an der Mannschaft radikale Veränderungen vornehmen. Die Abwehr muss gestärkt werden, Naldo muss zurück kommen, auch wenn ich nicht weiß, wie lange er noch ausfällt. Im Mittelfeld muss Qualität her und wieso man Almeida verkaufen musste, kann wohl nur Allofs wissen, dass ist mit der größte Blödsinn den ich je in Bremen mitbekommen habe. Spieler wie Frings, der zwar noch immer gut foult, aber sonst nicht mehr viel auf die Reihe bekommt muss weg. Ein Marin muss man auf die Füße treten, denn er spielt oft für die Gallerie, will am liebsten bis ins Tor rennen, ist dann zu eigensinnig und verliert den Ball. Die Mannschaft muss zusammen spielen und nicht gegeneinander. In Bremen ist kein Platz für Selbstdarsteller, gerade nicht in der jetzigen Phase. Wenn Bremen nicht in den nächsten zwei Wochen mit dem Arsch an die Wand kommt, dann wird dort in der nächsten Saison gegen den VFL Osnabrück & Co gespielt. Es ist nicht die Zeit, um an Geld, an die nächste Saison oder an den Urlaub zu denken. Diese Mannschaft muss sich nun beweisen, muss zeigen, dass sie in die Bundesliga gehören. Hat die Mannschaft Charakter oder nicht? Wenn nicht, dann steigen sie ab und das völlig zurecht. Keine Mannschaft hat ein Ticket, lebenslang in Liga 1 zu spielen, auch wenn das einige Spieler vielleicht nicht glauben werden. Wenn Schaaf die Situation in den nächsten Wochen nicht ändert, dann muss er gehen. Da er nicht gegangen wird, muss er den Arsch in der Hose haben und an den Verein und an die Fans denken und den Platz für einen neuen Trainer freiräumen.

Ich hoffe und wünsche mir, dass Werder Bremen sich noch fängt, aber es muss sich noch einiges tun.

Einen schönen Sonntag!

Florian

Thomas Schaaf und die Krise, sowie die Zukunft in Bremen!

Ist es die Ruhe vor dem  Sturm? Oder nur eine Schwächephase? Nach 13. Spieltagen steht die Mannschaft von der Weser nur auf Rang zwölf. Kommen sie dort wieder raus oder muss wirklich ein neuer Übungsleiter her?

Sauer, traurig, enttäuscht, manchmal sogar lautstark an der Seitenlinie. Für Thomas Schaaf ist es eine der schwierigsten Phasen in seiner elfjährigen Karriere als Cheftrainer in Bremen. Seit 1988 ist er in Bremen, er fing als Jugendtrainer an und arbeitete sich nach oben. Es ist kein Wunder, dass es für Schaaf nicht nur um seinen Job, sondern auch um ein Teil seines Lebens geht. Der Mensch „Schaaf“ wirkt aufgewühlter als sonst, man merkt ihm an, dass auch er nicht weiß, wieso es in der Liga nicht mehr klappt. Aus einer Mannschaft, die sehr Heimstark war, die extrem viele Tore erzielte und die jahrelang zu den besten Teams des Landes gehörte, muss man sich nun mit dem Mittelmaß begnügen.

Auswärts holte man nur fünf Punkte und das in sieben Spielen. Das ist für eine Spitzenmannschaft, zu denen Werder Bremen zweifelsohne gehört, einfach viel zu wenig. Mit nur 19 Toren ist man ebenfalls im unteren Mittelfeld der Tabelle. Auch hinten klappt es nicht, mit 31 Gegentoren ist nur Borussia Mönchengladbach noch schlechter.

Ich halte es für falsch, alles an dem Abgang von Mesut Özil festzumachen. Özil ist ein guter Spieler, der nun in Madrid sehr ansprechende Leistungen zeigt, dennoch ist und war er nicht der Mittelpunkt von Werder Bremen. Meiner Meinung nach war es immer das Team, dass Kollektiv, dass sehr gut zusammenarbeitete und was die Mannschaft so stark gemacht hat. Mit Ruhe, mit Begeisterung und mit Professionalität erarbeitete sich der Verein den Status, den er heute hat. Blickt man auf die Mannschaft, dann sehe ich ein Team mit Potenzial, dass dieses aber momentan nicht ausspielen kann. Aber woran liegt es dann? Meiner Meinung nach ist es zum einen die Einstellung, ich habe oft nicht das Gefühl, dass die Spieler Spaß an dem haben, was sie tun. Viele sind sich auch dem ernst der Lage nicht klar. Es sind die deutschen Tugenden, die ich oft vermisse. Es ist der Wille, der Kampf und die Verbissenheit, die ich oft nicht sehe, auch die Kommunikation der Mannschaft ist nicht die beste.

Thorsten Frings, um ein Beispiel zu nennen ist ohne Frage ein guter Fußballer, dennoch sehe ich in ihm keine Leitfigur. Er fällt mir oft negativ auf, sei es durch Gemeckere am Schiri oder Fouls. Frings ist meiner Meinung nach nicht mehr der, der er mal war. Es fehlt mir die Energie, man hat nicht das Gefühl, dass er die Mannschaft nach vorne peitschen kann.

Klaus Allofs sagte zum Thema Trainer:

„Ich bin absolut davon überzeugt, dass es keinen besseren Trainer für Werder Bremen gibt. Wenn wir handeln würden, würde dies aus einem gewissen Druck entstehen und nicht aus Überzeugung“, hakte aber vielsagend ein: „Wenn aber in einem Gremium die Meinung vorherrscht, dass das anders ist, ist das kein Tabuthema.“

Für den Verein Werder Bremen ist es ein großer Schritt, wenn man öffentlich zu diesem Thema etwas sagt. Bremen ist meist ruhig, dass gilt für die Fans und für die Presse. Man hat einfach immer das Gefühl, die Verantwortlichen wüssten, was sie tun. Ich bin der Meinung, dass man der Mannschaft bis zur Winterpause die Chance lassen sollte, die Wende herbeizuführen. Ist man dann nicht zufrieden mit den Punkten und mit dem derzeitigen Trend der Mannschaft, dann sollte man sich intensiver mit dem Thema „Trainer“ beschäftigen. Nach elf Jahren als Trainer könnte es Abnutzungserscheinungen geben, immer das gleiche, immer derselbe Rhythmus… vielleicht muss wirklich mal neue Energie, einfach ein neues Trainerkonzept her. Ich finde aber auch, dass wenn man den Trainer entlässt, wenn man neu anfangen will, dann richtig, dass heißt für mich, dass auch Klaus Allofs den Hut nehmen muss. Hier geht es dann nicht um die Menschen, die ohne Frage eine grandiose, eine fast schon atemberaubende Zeit in Bremen hatten und viel geleistet haben, sondern um die Zukunft des Vereines. Schaaf und Allofs, dass sind wichtige Eckpfeiler von Werder Bremen und sie werden es auch immer bleiben. Dennoch muss man als Verein ebenfalls in die Zukunft schauen und wenn man merkt, dass es nach all den Jahren nicht mehr so gut läuft, dann muss man die Konsequenzen ziehen, den Arsch in der Hose haben und handeln.

Man sollte diese ganze Geschichte positiv sehen. Die letzten Jahre waren sehr erfolgreich, man ist sogar Meister geworden, hat sich viel erarbeitet, aber die Zeit bleibt nicht stehen, man entwickelt sich weiter, Menschen gehen und Menschen kommen. Es ist der Wandel der Zeit und ich hoffe, dass dieser in Bremen nicht stehen bleibt.

Geschrieben von Florian Hellmuth

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