WM2010 – Er ist einfach ein bisschen anders … Diego Armando Maradona

Er war der vielleicht beste Spieler, den es je gab – Auch als Trainer? Einige sagen Ja, andere sagen Nein – Eines ist dieser Maradona aber – Unterhaltsam!

Wenn Diego Armando Maradona in einem WM-Spiel rumhüpft, wie ein kleines süßes Gummibärchen, dann ist er in seinem Element. Maradona ist ein sehr emotionaler Mensch, der mitfiebert und der Spaß an der Sache hat. Manchmal wird es auch heiß, er gestikuliert, aber am Ende gewinnt er … meistens.

Die WM-Qualifikation hat er mit Argentinien so grade überstanden und ich sage ganz ehrlich – Zum Glück! Maradona macht bei dieser WM einfach Spaß. Jede Bewegung, die er macht, jeder Gesichtsausdruck hat einfach etwas Unterhaltsames. Ob er das extra macht oder ob vieles davon nur Show ist? Man weiß es nicht, aber das ist auch egal.

Auch die Frage, ob er ein guter Trainer ist, kann man aus der Ferne sehr schlecht beurteilen. Ich habe ihn noch nie richtig beim Training gesehen, daher erlaube ich mir kein Urteil. Dennoch kann man z. B. eine Parallele zu Jose Mourinho ziehen, denn Maradona weiß es, die Medien, den Druck auf sich zu ziehen. Damit nimmt er diesen von der Mannschaft und diese kann ganz in Ruhe arbeiten und sich auf die nächsten Spiele vorbereiten.

Maradona ist ein Motivator, er kann eine Mannschaft richtig heißmachen, er weiß, wie es geht und macht das wirklich mit Bravour. Das sieht man auch bei jedem Spiel, wenn er wie ein kleiner Junge an der Seitenlinie steht und mitfiebert. Viele Fragen sich, ob Maradona ein Taktiker ist, bzw. ob er davon Ahnung hat? Keine Ahnung … aber es fällt auf, dass er immer zwei Co-Trainer neben sich hat, die ihm Dinge ins Ohr flüstern. Man kann das vergleichen mit Löw und Klinsmann – Klinsmann war der Motivator und Löw der Trainer.

Aber was wäre ein Maradona oder Ticks oder Wünsche? Genau, nicht Diego Armando Maradona – Er bevorzugt z. B. gewärmte Klodeckel, man weiß ja, dass es in Südafrika nicht ganz so warm ist, wie eben in Argentinien – Man könnte sich ja den Popo zufrieren ;) Sogar die Kloschüsseln wurden gewechselt, die jetzigen sind supertoll, denn damit kann man 3 verschiedene Spülungsgeschwindigkeiten einschalten. – Wozu man das braucht? Darauf will ich jetzt nicht näher eingehen.

Ein Feinschmecker ist Maradona natürlich auch – Er verlangt 10 warme Mahlzeiten am Tag, verschiedene Salate und Soßen gehören natürlich auch dazu. Außerdem ein Mitarbeiter, der ihm 24 Stunden am Tag zur Seite steht und ihm Eiscreme reicht, wenn er denn gerade Lust drauf hat.

Maradona ist anders, aber anders muss nicht unbedingt schlecht sein. Man sieht das an Jose Mourinho… er ist, wie er ist, hat Erfolg damit und die Mannschaft liebt und respektiert ihn. Das ist am Ende das wichtigste und nicht das, was die Medien oder andere sagen.

Mir hat Maradona viel Spaß gemacht bei dieser WM – Nun hoffe ich natürlich, dass wir ihn am Samstag das letze Mal sehen werden, denn bekanntlich spielt die Mannschaft von Diego Maradona gegen Deutschland.

Möge der bessere gewinnen!

Geschrieben von Florian Hellmuth

WM2010 – Entscheidung über Capellos Zukunft bereits entschieden?

Laut der Daily Mail ist der Abgang Fabio Capellos in der englischen Nationalmannschaft bereits beschlossene Sache – Wie geht es weiter mit den Three Lions?

Not a fan in sight: England’s band of toothless lions skulk home to get back to what they do best… making money – Das schreibt die Daily Mail heute – England ist zurück auf der Insel und kein Mensch interessiert es, denn niemand ist da, um die Mannschaft in Empfang zu nehmen. Die Daily Mail geht noch einen Schritt weiter und sagt: Nun können sie tun, was sie am besten können … Geld verdienen!

Harte Worte, auch wenn etwas Wahres dran ist. Der englische Fußball ist verletzt, er blutet, ist enttäuscht und sauer zugleich. „The Sun“ schrieb gestern, dass die Mannschaft ein ganzes Land im Stich gelassen hat. Ob es so war? Ich bin mir nicht sicher, Deutschland war einfach zu gut am Sonntag, auch wenn es durch das nicht gegebene Tor, auch anders hätte kommen können.

Die FA hat sich eigentlich noch einen zusätzlichen Tag Bedenkzeit genommen, um über Fabio Capello zu entscheiden. Laut der Daily Mail, ist die Entscheidung aber bereits gefallen … – Gegen Capello. Capello selbst betonte, dass er gerne weiter Nationaltrainer bleiben würde, aber diese Entscheidung kann er selbst nicht beeinflussen. Laut Capello, hat er sogar einige Angebote von Vereinen abgelehnt. Dennoch sagte er, dass er eine Entscheidung gegen ihn, ebenfalls akzeptieren würde.

Was ich persönlich für falsch halte, ist es, aus der Emotion heraus Entscheidungen zu fällen. Problem ist, dass die Presse auf der Insel Druck macht und so ebenfalls Einfluss auf die Entscheidungen nimmt. Ich sehe keine Chance mehr für Capello, auch wenn er mit der Mannschaft vor der WM einiges erreicht hat, nur leider war die Mannschaft auf den Punkt nicht gut und ist somit gescheitert. Die Qualifikation ist nur das Vorspiel, wenn man dann im Turnier scheitert, dann ist alles andere egal. So hart ist der Fußball und das weiß auch Fabio Capello.

Einen Favoriten gibt es aber bereits für die Übernahme der Mannschaft – Roy Hodgson wäre ein Favorit, wie man hört. Momentan ist er noch beim FC Fulham unter Vertrag, dennoch gehen Insider davon aus, dass er in den nächsten Tagen neuer Trainer beim FC Liverpool wird.

Es gibt also noch einiges zu klären auf der Insel – Ich wünsche dem Land und den Fans, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen.

Geschrieben von Florian Hellmuth

WM2010 – Nach dem Sieg unserer Elf – Die Presse zwischen Himmel und Hölle

Deutschland gewinnt und alles ist gut, England verliert und alles ist schlecht. So ist das eben im Fußball. Auch heute, am Montag morgen… denn die Presse in Deutschland ist Hin und Weg, wobei die Presse in England die Mannschaft + Trainer Fabio Capello gerne in der Versenkung sehen würden.

Deutsche Presse

Bild

„England weggemüllert – Jungs, we love you!“

Quelle: Bild vom 28. Juni 2010

Berliner Morgenpost

„Ein zweites Sommermärchen“

Quelle: Berliner Morgenpost von 28. Juni 2010

TZ

„Jetzt ist alles drin“

Quelle: TZ vom 28. Juni 2010

Abendzeitung

„Super Müller“


Quelle: Abenzeitung vom 28. Juni 2010

Express

„Gigantisch“

Quelle: Express von 28. Juni 2010

Englische Presse

The Sun

„You let your Country down“

Quelle: The Sun von 28. Juni 2010

The Game (Times)

„Humiliated“

Quelle: The Game von 28. Juni 2010

Metro

„They think it is over… It is now“


Quelle: Metro vom 28. Juni 2010

Daily Mail

„If The Few had defended as badly as england we`d all be speaking now, LITTLEJOHN“

Quelle: Daily Mail von 28. Juni 2010

Kurze Übersetzung:

„Wenn wir im Krieg genauso schlecht verteidigt hätten, würden wir jetzt alle Deutsch sprechen“

The Independent

„Over… and out“

Quelle: The Independent vom 28. Juni 2010

The Daily Telegraph

„England`s worst World Cup defeat“

Quelle: Daily Telegraph vom 28. Juni 2010

Es fällt auf, dass die Presselandschaft in England verschieden auf das Ausscheiden reagiert. Einige geben die Schuld der Mannschaft, andere dem Schiedsrichterteam, die das „Wembley Tor“ nicht gaben. The Sun geht wie gewohnt noch weiter und behauptet, dass die Mannschaft das ganze Land im Stich gelassen hat. Ich denke, man muss auch auf der Insel einsehen, dass unsere Mannschaft gestern besser war und wir daher zurecht im Viertelfinale stehen. Es ist keine Frage, dass das Tor ein Tor war, aber es wurde nicht gegeben, also sind die Spekulationen nun egal, denn es ist vorbei.

Geschrieben von Florian Hellmuth

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