Markus Krecker bei der DTM – Motorsport zum Anfassen für kleines Geld

An diesem Wochenende hatte die DTM ihren Saisonauftakt im badischen Motodrom zu Hockenheim. Traditionell findet in Hockenheim immer der Auftakt sowie das Finale zur DTM Saison statt. 2010 ist dies jedoch nicht der Fall, da in diesem Jahr erstmals seit 1987 das letzte Rennen nicht in Hockenheim, sondern im chinesischen Shanghai ausgetragen wird.

Die DTM der „Neuzeit“ gibt es seit dem Jahr 2000. Bereits in den Jahren 1984 bis 86 gab es die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft, die Ende 86 aber dann eingestellt und eben im Jahr 2000 wieder erlebt wurde.

Seither haben sich viele ehemalige Formel 1 Piloten in dieser Rennserie versucht. Allen voran „Mister DTM“ Bernd Schneider (9 Formel 1 Starts für Zackspeed und Arrows), der gleichzeitig mit 43 DTM Siegen und 5 Meisterschaftstiteln (1995, 2000, 01, 03, 06) auch der erfolgreichste DTM Pilot ist.

Jean Alesi (201 Formel 1 Starts u. a. für Ferrari und Sauber) sowie 52 DTM Rennen in der Zeit von 2002 – 2006, wo er 4 Siege für Mercedes landen konnte.

Heinz Harald Frentzen: Auch er entschied sich nach der Formel 1 Karriere eine zweite Karriere als DTM Pilot zu starten und so fuhr der Mönchengladbacher in den Jahren 2004 und 2005 für Opel und im Jahr 2006 für Audi. Insgesamt gelang ihm in dieser Zeit in 31 DTM Rennen eine Pole und 4 Podiumsplatzierungen.

Dem Finnen Mika Häkkinen (2-maliger Formel 1 Weltmeister für Mc-laren Mercedes) gelang in seiner DTM Zeit von 2005 bis 2007 drei Siege für Mercedes.

Aktuell versucht auch Ralf Schumacher sein Glück in der DTM. Direkt nach seinem Formel 1 Karriereende 2007, entschied sich der Zweitbeste deutsche Formel 1 Pilot (6 GP Siege) für ein DTM Engagement bei Mercedes.

Und seit dieser Saison ist auch David Coulthard mit von der Partie.

Doch nun zum Auftakt. Wie in der Überschrift erwähnt, bietet die DTM Motorsport zum Anfassen für die ganze Familie und das für wenig Geld.

Tickets gibt es bereits ab 20 € für das komplette Rennwochenende (je nach Tribüne entsprechend mehr). Gegen einen Aufpreis von 25 € (je nach Strecke variabel), haben die Fans zudem Zutritt zum Fahrerlager.

Auch das Rahmenprogramm kann sich durchaus sehen lassen. So drehen der Seat Leon Supercopa, die Formel 3 Euro Serie, der Porsche Carrera Cup, die neu ins Leben gerufene Lamborghini Blancpain Super Trofeo sowie der Volkswagen Scirocco R Cup ihre Runden im Rahmen der DTM. Man kann also von Freitag bis Sonntags von 09:00 Uhr morgens bis mindestens 18:00 Uhr abends Motorsport vom Feinsten erleben.

Ich entschloss mich in diesem Jahr mit dem Zug nach Hockenheim zu fahren, da die Zugfahrt nach Hockenheim gerade mal 30 Minuten andauert und man sich den Stress bei der Suche nach einem Parkplatz ersparen kann.

Selbst an dem rund 3 km entfernten Hockenheimer Bahnhof konnte man den Sound der Boliden schon hören.

Schließlich war ich am Ring angekommen und ging auf meinen Tribünenplatz an der Nordtribüne B.

Das Highlight am Samstag war natürlich das Qualifying. Überraschung war hierbei, dass der amtierende Meister Timo Scheider nur auf Startplatz 9 fahren konnte. Auch Ralf Schumacher konnte seinen Mercedes nur auf Position 16 stellen und landete damit einen Platz vor DTM-Neueinsteiger David Coulthard. Das Coulthard noch Probleme mit dem Startvorgang in der DTM hat, konnte man nicht zuletzt daran erkennen, dass er im Training bzw. während dem Warm Up bei Startübungen den Motor abwürgte. Der DTM Start ist halt nicht unbedingt mit einem Formel 1 Start zu vergleichen. Die Pole sicherte sich Gary Paffet im Mercedes vor  Audi Pilot Martin Tomczyk.

Das Rennen war dann fest in der Hand von Mercedes. Bei strahlendem Sonnenschein und rund 26 Grad landeten unter den ersten fünf gleich vier Mercedes Piloten. Bestplatzierter Audi war Mike Rockenfeller auf P5. Sieger am Ring wurde Gary Paffet vor Bruno Spengler und Jamie Green. Ralf Schumacher schaffte es am Ende auf den Blechplatz 9. Er hat damit zwar angesichts der schlechten Startposition noch Schadensbegrenzung betrieben, aber gebracht hat es ihm letztlich nichts, denn in der DTM wird nach vie vor das alte Punktesystem, welches man bis 2009 auch aus der Formel 1 kannte angewendet. Das heißt der Sieger bekommt 10 Punkte aufs Konto gutgeschrieben, der Achtplatzierte noch einen. Auch Coulthard wurde in seinem Debütrennen solider 12. Er wird noch ein paar Rennen brauchen, um sich an die Begebenheiten der DTM zu gewöhnen.

Alles in allem war es ein tolles Wochenende. Bei strahlend schönem Wetter, habe ich mir auch den ersten Sonnenbrand des Jahres eingefangen. Ich kann jedem, der die Möglichkeit hat ein DTM Rennen vor Ort zu schauen nur empfehlen, dies zu tun. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich persönlich werde im Juli dann wieder am Hockenheimring sein. Dann steht nämlich der Große Preis von  Deutschland der Formel 1 auf dem Programm und ich kann mit Gewissheit heute schon sagten, dass ich im Oktober auch wieder beim vorletzten DTM-Rennen in Hockenheim seien werde.

Geschrieben von Markus Krecker

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