Warum blogge ich eigentlich?

Wenn ich übers bloggen schreibe, dann fühle ich mich mittlerweile ziemlich alt. Diesen Blog betreibe ich seit über 10 Jahren. Aber ich habe noch früher damit angefangen. Was mich antreibt, lest ihr in diesem Artikel.

Kennt ihr „Beepworld“ noch? Vor mittlerweile 12 Jahren hatte ich eine eigene Homepage/Blog bei „Beepworld“. Aus heutiger Sicht ziemlich hässlich und nicht wirklich kompakt. Aber es war meine erste eigene Plattform. Auf dieser habe ich regelmäßig über die Premier League gebloggt. Ich habe ganz schlicht mit Spielberichten angefangen. Am Wochenende die Spiele live bei Premiere geschaut, mir dort Notizen gemacht und teilweise im Zug nach der Berufsschule damit dann die Artikel geschrieben. So ging alles los.Aber was bewegt mich eigentlich zum bloggen? Danke an Veronika für die Frage:

Für mich ging es nie darum, irgendwas bestimmtes zu erreichen. Sei es „fame“ oder „Geld“. Ich habe mit dem Blog nie Geld verdient. im Gegenteil. Ich zahle sogar knapp 60 Euro im Jahr für die Werbefreiheit und die Domain.

Mit dem bloggen verarbeite ich viele Gedanken, die mir in den Kopf kommen. Über Themen, die mich interessieren, aber auch Dinge, die ich einfach aussprechen möchte. Im Blog geht das in aller Ausführlichkeit. Bei Twitter z. B. ist alles recht kompakt, da muss man schnell auf den Punkt kommen. Im Blog gibts keine Zeichenbeschränkung.

Von den Themen her habe ich mich immer für den Sport und die Sportmedien interessiert. Unzählige Artikel, Sendungskritiken, Liveblogs, Interviews und vieles mehr. Meist mit dem Fokus aufs Pay-TV.

Mir war immer eines wichtig: Von Grund auf ehrlich zu sein. Dinge direkt anzusprechen.

Habe ich damit auch einige Leute vor den Kopf gestoßen? Absolut. An manchen Tagen habe ich mich kaum getraut, mein E-Mail-Postfach zu checken. Es gab Artikel, die bei einigen Personen falsch rübergekommen sind und bei denen ich bis heute verschissen habe.

Aber so ist das Geschäft. Mein Antrieb war, immer fair zu sein. Ganz egal, worüber ich gebloggt habe.

Ohne meinen Blog, würde ich heute auf der Straße sitzen

Sind wir doch mal ehrlich. Eine Meinung muss niemand teilen. Wer anderer Meinung ist, der kann diese auch äußern. Hier in den Kommentaren oder privat per Mail.

Für mein zukünftiges Leben war das bloggen am Ende sehr wichtig. Es gab Zeiten, da war ich absolut perspektivlos. Ohne Ausbildung, ohne Job. Nach unzähligen Bewerbungen stand ich bei Null. Niemand wollte mich, trotz jeglichem Elan.

Die Leidenschaft fürs bloggen, für bestimmte Themen hat im Grunde mein Leben gerettet. Weil es Leute gab, die nicht meine Zeugnisse sehen wollten, sondern davon überzeugt waren, wie ich Dinge sehe und einschätze. Die großen Wert auf meine Meinung und Expertise legten.

Your enthusiam was contagious

Brian Sullivan

Der ehemalige Sky-CEO Brian Sullivan war für meinen beruflichen Weg eine große Stütze. Er glaubte an mich. Wie viele andere Leute. Armin, Ralph, Selena, Jörg. Später Max. Sie gaben mir eine Chance zu beweisen, was ich kann. Und dafür bin ich auf ewig dankbar.

Was mir im Blog selbst immer ganz großen Spaß machte waren die Interviews. Moderatoren und Kommentatoren, die sich die Zeit genommen haben, mir ein Interview zu geben. Andreas Renner war damals mein erster Gesprächspartner. Es folgten u.a. Esther Sedlaczek, Wolff Fuss, Jan Henkel und Marco Hagemann.

Mein Ziel im Blog war es immer, auch so ein bisschen hinter die Kulissen zu schauen. Eindrücke zu vermitteln, die es auf normalem Wege nicht geben würde.

Meine absolute Lieblingsgeschichte kam damals von Anett Sattler, die exklusiv für diesen Blog über ihre Arbeit bei der Handball-WM berichtet hatte.

Zu lesen hier: https://florian-hellmuth.com/2015/02/24/anett-sattler-meine-handball-wm/

Auch Liveticker wie beim „ESC 2010“ werden mir immer in Erinnerung bleiben. Ich habe den kompletten Abend getickert und Lena gewann am Ende für Deutschland beim „Eurovision Song Contest“. 6 Stunden habe ich live gebloggt, die WordPress-Server fackelten mir fast die Bude ab. Ein bekloppter Abend. Aber unheimlich geil.

Zudem habe ich den Namenswechsel von Premiere zu Sky live getickert. Auch so ein Abend, den ich nie vergessen möchte. Einfach Geschichte.

Es gab in den vergangenen 10 Jahren so viele spannende Geschichten, die kann ich hier gar nicht aufzählen. Ich habe sie alle genossen.

Habe ich irgendwas bereut? Nein, niemals. Ganz egal, was der ein oder andere über mich denken mag. Ich habe immer zu meiner Meinung gestanden, auch zukünftig werde ich das.

Mein Blog war immer unabhängig. Und wird es immer sein.

Ich freue mich auf viele weitere Blog-Artikel.

Mal unterhaltsam, mal ernst, immer fair.

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