Formel 1 – Vorschau auf den Großen Preis von Deutschland in Hockenheim 2010

Am kommenden Wochenende wird der Formel 1 Tross endlich wieder in Deutschland zu Gast sein, dann steht nämlich der Große Preis Santander von Deutschland in Hockenheim auf dem Programm.

2008 wurde im badischen Motodrom zuletzt gefahren. Damals sicherte sich Lewis Hamilton den Sieg auf dem 2002 umgebauten 4,57 km langen Kurs. 1970 wurde auf dem Hockenheimring erstmals der Große Preis von Deutschland ausgetragen. Damals durfte sich Jochen Rindt auf Lotus-Ford als Sieger feiern lassen. Seit dem angesprochenen Umbau 2002 beklagen sich viele, dass der Hockenheimring so ein bisschen was von seinem damaligen Reiz verloren hat. Darüber lässt sich streiten. Fakt ist: Der Kurs im badischen war eine Highspeedstrecke und als solche nicht gerade ungefährlich. Nicht zuletzt durch die lange Parabolika, wo die Formel 1 Boliden auf über 310 km/h beschleunigen und die darauf folgende Spitzkehre sind heiße Überholmanöver und harte Ausbremsattacken aber auch weiterhin garantiert. Ich bin persönlich bin mit der Streckenführung zufrieden und freue mich, dass der Hockenheimring Baden Württemberg bis mindestens 2018 seinen Platz im Kalender der Königsklasse, wenn auch im jährlichen Wechsel mit dem Nürburgring haben wird. Schließlich ist Hockenheim neben Silverstone, Monaco, Spa, Monza und Montreal einfach ein Klassiker. Freuen wir uns auf ein Fest in Hockenheim und wer weiß vielleicht dürfen wir uns am Sonntag über einen deutschen Sieger freuen. Zuletzt gelang Michael Schumacher 2006 ein Sieg in Hockenheim. Im Mercedes wird dies sehr schwer wiederholen zu sein, die größte Chance am Sonntag ganz oben zu stehen hat hingegen Sebastian Vettel.

Die letzten 5 Sieger in Hockenheim

2003 Juan Pablo Montoya (BMW-Williams)

2004 Michael Schumacher (Ferrari)

2005 Fernando Alonso (Renault)

2006 Michael Schumacher (Ferrari)

2008 Lewis Hamilton (Mc-laren Mercedes)

Die Fahrer WM vor dem GP von Deutschland

1. L. Hamilton 145

2 J. Button 133

3. M. Webber 128

4. S. Vettel 121

5. F. Alonso 98

6. N. Rosberg 90

7. R. Kubica 83

8. F. Massa 67

9. M. Schumacher 36

10. A. Sutil 35

11. R. Barichello 29

12   K. Kobayashi 15

13. V. Liuzzi 12

14. S. Buemi 7

15. V. Petrov 6

16. J. Alguersuari 3

17 N. Hülkenberg 2

TV-Zeiten zum Großen Preis von Deutschland

Mittwoch 21.07.2010

Sport 1

18:00 Uhr – 21:00 Uhr Benefizfußballspiel der Formel 1 Piloten gegen ein Allstarteam u. a. mit dabei: Michael Schumacher, Sebastian Vettel, Nico Rosberg live auf Sport 1

Mehr Informationen unter:

http://www.biggallstars.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3&Itemid=5

Freitag 23:07.2010

Sky / Sport 1

09:55 Uhr – 11:45 Uhr 1. freies Training live aus Hockenheim

13:55 Uhr – 15:45 Uhr 2. freies Training live aus Hockenheim

Samstag 24.07.2010

Sky / RTL

09:40 Uhr – 10:25 Uhr Formel BMW Europa live aus Hockenheim

10:55 Uhr – 12:15 Uhr 3. freies Training live aus Hockenheim (ab 12:30 Uhr relive auf RTL)

13:45 Uhr – 15:30 Uhr Qualifikation live aus Hockenheim (ab 13:30 Uhr auch live bei RTL)

15:35 Uhr – 16:55 Uhr GP2 Rennen 1 live aus Hockenheim

Sonntag 25.07.2010

Sky / RTL

08:25 Uhr – 09:05 Uhr Formel BMW Europa live auf Hockenheim

09:30 Uhr – 10:00 Uhr GP3 Rennen 2 live aus Hockenheim

10:30 Uhr – 11:40 Uhr GP2 Rennen 2 live aus Hockenheim

11:40 Uhr – 12:25 Uhr Porsche Mobil1 Supercup live aus Hockenheim

13:00 Uhr – 13:55 Uhr Vorberichte live aus Hockenheim (auch 12:45 Uhr bei RTL)

13:55 Uhr – 15:45 Uhr Großer Preis von Deutschland live aus Hockenheim

15:45 Uhr – 16:30 Uhr Nachberichte live aus Hockenheim

+++Viel Spaß beim Großen Preis von Deutschland! +++

Geschrieben von Markus Krecker

WM Fazit von Sky – Planet of Sports im Interview mit Sky Sportchef Roman Steuer

Hallo liebe Leser,

wie bereits angekündigt, gibt es nun das Interview mit Sky Sportchef Roman Steuer. Wie einige bereits wissen, hat man sich bei Sky dazu entschieden, nur Fragen rund um die WM 2010 in Südafrika zu beantworten. Mehr Informationen wird es erst Mitte August auf der Sky Bundesliga-Pressekonferenz geben.

Hallo Herr Steuer, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für Planet of Sports nehmen. Wie ich gehört habe, waren Sie selbst bei der WM in Südafrika vor Ort – Mit welchen Eindrücken kommen Sie zurück? Mir wurde z.B. von einigen Journalisten in Südafrika mitgeteilt, dass die Menschen dort sehr freundlich und zuvorkommend waren. Können Sie das bestätigen?

Absolut. Ich war die erste Woche und nahezu die gesamte letzte WM-Woche vor Ort und konnte viele Eindrücke sammeln. Während dieser Zeit habe ich die Südafrikaner als sehr gastfreundliche und fröhliche Menschen erlebt. Das hat sich auch nach dem Ausscheiden der südafrikanischen Mannschaft nicht geändert. Zum Turnier an sich muss man sagen, dass Südafrika es entgegen der vielen kritischen Stimmen im Vorfeld geschafft hat, ein gutes Turnier zu organisieren und auszurichten.

Haben Sie sich die WM genauso vorgestellt oder hatten Sie im Vorfeld andere Dinge erwartet? Es wurde z. B. viel über die Sicherheit im Land berichtet. Wie waren Ihre Eindrücke? Konnten Sie sich frei bewegen?

Frei bewegen konnten wir uns in Südafrika so gut wie nie  – man ist immer von einem gesicherten Ort zum anderen gefahren. In den Stadien selbst oder auch im IBC lief aber alles reibungslos.

Ansonsten gab es im Team nur zwei kleine Vorfälle von Diebstahl und versuchtem Kreditkartenbetrug. Auch vor Ort habe ich lediglich von  kleineren  Zwischenfällen von schreibenden Kollegen gehört. Da wurde mal eine Kreditkarte oder Bargeld geklaut. Was den Sicherheitsaspekt anbelangt, hatten wir die Situation in etwa so erwartet. Ich glaube, dass es wichtig war, dass wir unsere Mitarbeiter im Vorfeld für dieses Thema sensibilisiert hatten. Das Team hat sich an die Verhaltensregeln gehalten und wir sind damit gut durch die fünfwöchige Produktion gekommen.

Eine Frage, die ich einfach stellen muss ist, ob Sie die Südafrikanische Küche probiert haben?

Ja, in der Auftaktwoche hatten wir unseren Teamabend in einem afrikanischen Lokal. Das Essen dort war sehr vielfältig und schmackhaft.

Haben Sie auch selbst Spiele im Stadion beobachtet oder nur im IBC, bzw. in den Kneipen und Bars?

Ich war bei drei Spielen im Stadion und war sehr positiv überrascht von der tollen Stimmung. Allerdings war das Getröte der Vuvuzelas nicht nur sehr laut, sondern auf Dauer auch nervig.

Kommen wir zu Sky – Ich habe fast alle Spiele bei Sky gesehen und war mit der Übertragung im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Wie bewerten Sie die WM bei Sky im Ganzen?

Ich bin wirklich rundum zufrieden – wir hatten sehr lange Live-Strecken von bis zu zwölf Stunden im Programm. Uns ist es gelungen, unseren Abonnenten Top-Qualität zu bieten, was unter anderem an unseren Experten lag. Franz Beckenbauer, Jens Lehmann und Stefan Effenberg waren im Turnierverlauf sehr häufig Meinungsmacher und haben mit ihren Einschätzungen auf Sky für Diskussionen gesorgt. Gleiches gilt für die Kommentare von Marcel Reif, der auch bei dieser WM wieder bewiesen hat, dass er Deutschlands bester Fußballreporter ist.

Was sticht für Sie positiv heraus?

Vor allem das positive Feedback, das wir tagtäglich von unseren Zuschauern bekommen haben und noch immer bekommen. Dies ist für uns das entscheidende Kriterium. Außerdem muss ich an dieser Stelle meine Mitarbeiter nennen. Während meiner Zeit vor Ort, aber auch im Studio in München, konnte ich persönlich miterleben mit welcher Freude alle gearbeitet haben. Wir sprechen hier von 14- oder 15-Stunden-Tagen und das teilweise vier Wochen lang. Man hat einfach gemerkt, dass es für alle Teammitglieder etwas Besonderes ist, bei dieser WM für Sky dabei zu sein. Ich bin sehr stolz auf alle Beteiligten, denn diese Einstellung ist keinesfalls selbstverständlich. Das habe ich meinem Team während der WM übrigens auch so gesagt.

Was lief nicht so gut, bzw. was kann man verbessern oder wo gab es Probleme?

Angesichts des enormen logistischen und redaktionellen Aufwands, der mit der Übertragung einer Fußball-Weltmeisterschaft verbunden ist, gibt es mit Blick auf das Ergebnis unserer Arbeit eigentlich nichts zu beanstanden. Alles lief professionell und ruhig, aber dennoch mit viel Leidenschaft und Engagement.

Vor der WM gab es Kritik, dass Sie „nur“ mit 70 Leuten vor Ort sind – ARD und ZDF hatten ca. 550 Mitarbeiter vor Ort – Meiner Meinung nach hat man im TV nicht gesehen, dass die Öffentlich-Rechtlichen mehr Personal vor Ort hatten… Die Qualität hat Sky trotz kleinem Team in keinem Fall gefehlt. Haben Sie dennoch daran gedacht, mehr Personal mit nach Südafrika zu nehmen?

Eigentlich nicht. Unsere Mitarbeiter sind sehr erfahren in der Produktion von Live-Fußballsendungen. Ich konnte mich voll darauf verlassen, dass jeder genau weiß, was er tut. Zwar hatten die Öffentlich-Rechtlichen mit 550 Menschen ungefähr 10 Mann pro Spiel vor Ort und Sky mit 70 Mitarbeitern vor Ort für alle 64 Spiele nur einen pro Partie, aber dennoch ist es uns jeden Tag gelungen, ein qualitativ hochwertiges Produkt abzuliefern. Außerdem haben wir uns bewusst für die zweigleisige Berichterstattung sowohl aus Südafrika als auch aus dem Münchner Studio entschieden, die sich im Verlauf des Turniers auch bewährt hat

Sagen Sie mir, ob ich falsch liege – Aber ich hatte das Gefühl, dass die Übertragungen der WM etwas lockerer und humorvoller waren, als sonst bei der Bundesliga – Manchmal finde ich die Gespräche etwas trocken, bzw. es fehlen die Emotionen, aber bei der WM hatte ich das Gefühl, dass vielleicht mehr Freude und Spaß herrschte.

Eine Fußball-Weltmeisterschaft ist einfach ein großes Fest. Das hat man ja auch in ganz Deutschland bei den Public Viewings miterleben können. Es ist gut, wenn diese besondere Atmosphäre auch während des einen oder anderen Moments in unseren Übertragungen rüberkam, wobei ich mich auch während unserer Bundesliga-Berichterstattung stets gut unterhalten fühle.

Die WM-News sind während der WM richtig gut angekommen – Plant man nun eine eigenständige Sendung z. B. vor der Bundesliga oder schaut man, dass man diese Rubrik in die bereits vorhandenen Übertragungen einbaut?

Mit den Sky WM-News wollten wir z.B. mit Neuigkeiten aus der Bundesliga, der Formel 1 und aus Wimbledon Platz für Themen bieten, die sonst möglicherweise etwas untergegangen wären. Auch hierfür gab es außerordentlich positives Feedback von den Abonnenten. Sie müssen allerdings sehen, dass uns während der WM eine Infrastruktur zur Verfügung stand, die wir sonst so nicht an jedem Tag haben. Wir werden sicherlich genau überlegen, ob und wie wir die News fortsetzen. Konkrete Planungen gibt es jedoch derzeit nicht.

Letzte Frage zur WM – Waren Sie mit den „Einschaltquoten“ zufrieden? Mich würden die Quoten sehr interessieren, aber ich bin mir sicher, dass Sie mir diese nicht sagen werden :)

Wie bereits angesprochen waren wir gerade mit den direkten Reaktionen unserer Abonnenten sehr zufrieden, von denen wir äußerst positive Rückmeldungen zu unserer WM-Berichterstattung erhalten haben. Das spiegelt sich auch in den Nutzungszahlen wider, die noch mal höher als bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land vor vier Jahren ausfielen. Dass unsere Abonnenten die WM 2010 mehr und länger genutzt haben als bei der Heim-WM 2006, ist eine große Bestätigung unserer Arbeit.

Vielen Dank für das Interview!

Fragen von Florian Hellmuth

Wie lange müsste man arbeiten, um das Gehalt von einem Profi-Sportler zu erreichen?

Hallo Leute,

bei Spox.com hab ich nun einen Gehaltsrechner gefunden. Mit diesem kann man errechnen, wie lange ein Sportler, für „dein“ Gehalt arbeiten müsste bzw. wie lange „du“ für das Gehalt des Stars arbeiten müsstest.

Nehmen wir mal Christian Ronaldo als Beispiel:

Ronaldo verdient 13 Millionen € im Jahr.

Wenn wir uns nun ein Netto-Einkommen in Höhe von 1.500 € im Monat bzw. 18.000 € im Jahr gönnen und den Rechner anschmeißen, dann kommen wir zu diesem Ergebnis:

Das müsste Ronaldo tun, um die 18.000 € zu verdienen!

Das Beste aber zum Schluss – Um das Gehalt von Christiano Ronaldo zu verdienen, müsste man 722.22 Jahre arbeiten.

Ein weiteres Beispiel – Tiger Woods

Wir bleiben weiterhin bei 18.000 € im Jahr. Tiger Woods hat ein Einkommen von 75 Millionen € im Jahr.

Das müsste Tiger Woods tun, um die 18.000 € zu verdienen!

Man müsste schlappe 4.166,66 Jahre arbeiten, um das Gehalt von Tiger Woods zu erreichen.

Ich denke, dass wir uns einig sind, das diese Summe in keinem Verhältnis zu den Leistungen stehen… ein Mann auf dem Bau, schuftet den ganzen Tag, oft bei 30 Grad im Schatten und ist nach 20 Arbeitsjahren schon in Frührente, weil er sich kaputtgeschuftet hat. Ein Spieler trainiert zwar jeden Tag, spielt manchmal sogar 2 Mal in der Woche, dennoch kann man das nicht vergleichen.

Im Großen und Ganzen gibt es doch nur ein Fazit: Die „Armen“ werden noch ärmer und die „Reichen“, noch reicher. So ist es einfach in der Welt. Es gibt Leute, die nicht wissen, was sie mit ihrem Geld machen sollen und andere, die jeden Cent umdrehen müssen, um zu überleben.

Wer den Gehaltsrecher selbst mal ausprobieren möchte, der kann das bei Spox.com gerne tun.

http://www.spox.com/de/games/gehaltsrechner/gehaltsrechner.html

Viel Spaß beim rechnen!

Geschrieben von Florian Hellmuth