Schalke und das liebe Geld – Verzockt man sich? – Ein Blick auf die Gesamtsituation

Ein Rückfall in alte Zeiten? Vor einem Jahr angeblich „fast“ Pleite und nun Millionensprünge? Man fragt sich wirklich, ob man auf Schalke weiß, was man tut? Millionen haben oder nicht haben, dass ihr hier die Frage!

Gestern schrieb ich über den Hamburger SV und deren Personalpolitik – Auf Schalke sieht es ähnlich aus, auch dort herrschen Diskussionen über die Transfers zur kommenden Saison. Ohne Frage spielte Schalke in der letzten Saison grandiosen Fußball und das mit einer Mannschaft, der man es nicht zutraute. In der neuen Saison geht es dann sogar in die Champions League. Einen großen Anteil daran hat natürlich auch der Trainer, Felix Magath. Er ist ein Trainer, der weiß, was er will, bekommt er es nicht, dann findet er einen Weg, seinen Willen zu kriegen. So auch in diesen Tagen – Magath fordert mehr Geld vom Aufsichtsratschef Clemens Tönnies für Transfers. Auf dem normalen Wege hat es bisher „angeblich“ nicht geklappt, mehr Geld aufzutreiben. Nun geht Magath einen anderen Weg und macht durch die Presse bzw. einer Pressekonferenz hinterum Druck auf Tönnies. Ausgang? Offen…

Mit Horst Held gibt es nun auch einen neuen Manager auf Schalke – Überraschend wechselte er vom VFB Stuttgart nach Gelsenkirchen. Mit ihm will Magath die Meisterschaft nach Schalke holen. Dazu braucht man laut Held und Magath neue Spieler, die auch in der Champions League bestehen können. In einem Interview merkte Held an, dass ein Transfer von Raul von Real Madrid der Bundesliga gut tun würde – Dieses Gerücht über den Wechsel von Raul wurde ja bereits von Magath bestätigt, dennoch ist es noch nicht sicher, ob er kommt. Aber Held möchte gerne noch mehr Spieler kaufen – Keine Frage, dass möchte jeder Verein, dennoch muss man sich fragen, ob Schalke mehr ausgibt, als sie einnehmen?

In einem Interview sagte Held außerdem, dass Tönnies der Mann auf Schalke ist, der die Verantwortung hat, dass Schalke wirtschaftlich stabil bleibt und nicht wieder in die Krise stürtzt. Diese Aussage sehe ich als „extrem“ wichtig an. Es bringt nichts, wenn man nun Millionen aus dem Fenster schmeißt und am Ende hinter den Erwartungen zurück bleibt und vielleicht sogar die Champions League verpasst. Das ist theoretisch möglich. Diese Dinge müssen besprochen und genau verhandelt werden.

Um Zahlen zu nennen: Bisher hat Tönnies 10 Millionen € für Transfers zugestimmt. Felix Magath fordert aber 30 Millionen € – Wenn man die Einnahmen aus der Champions League sieht, dann hat man das Geld zwar nicht komplett, aber fast schon wieder drin. Je nachdem wie weit man kommt, erhöhen sich die Gelder durch die Champions League Teilnahme.

In der letzten Champions League Saison hat jeder Teilnehmer mindest 7,1 Millionen € verdient. Wie bereits erwähnt, bekommt man für alles, was man gewinnt oder erreicht zusätzliches Geld.

Das sieht so aus:

Gruppenphase:

  • 800.000 € pro Sieg
  • 400.000 € für ein Unentschieden

Achtelfinale:

  • 3 Millionen €

Viertelfinale:

  • 3,3 Millionen €

Halbfinale:

  • 4 Millionen €

Finale:

  • Sieger: 9 Millionen €
  • Verlierer: 5,2 Millionen €

Zusätzlich kommen natürlich auch noch TV-Gelder und zusätzliche Einnahmen hinzu. Die Bayern haben in der abgelaufenen Champions League Saison Einnahmen in Höhe von 70,3 Millionen € verdient. Wer sich das genau anschauen will, der kann das im Blog „Fritten, Fußball und Bier“ tun. Dort wurden alle Preisgelder aufgelistet.

Der Blick auf die bisherigen Zu- und Abgänge

Quelle: Transfermarkt.de

Es ist keine Frage, dass man für Kevin Kuranyi einen Ersatz verpflichten muss. Dieser steht mit Raul wohl bereits fest. Mit Christoph Metzelder hat man nun einen bekannten Spieler verplichtet, der die Mannschaft weiterbringen kann, wenn er denn fit ist. Sein Problem war in der Vergangenheit, dass er relativ oft verletzt war. Kleine Statistik dazu, Metzelder war von 2007-2010 bei Real Madrid, absolvierte aber nur 23 Partien. Natürlich muss man sehen, dass er eine starke Konkurrenz hatte, dennoch war er sehr oft verletzt. Auch wenn er ablösefrei kommt, wird er ein „gutes“ Gehalt verdienen, da bin ich mir sicher. Für Papadopoulos und Uchida wurden bereits 3,8 Millionen € ausgegeben – Zu diesen Spieler kann ich nicht viel erzählen, weil ich sie so nicht kenne… wir werden in der Saison sehen, wie sie sich präsentieren und ob sie der Mannschaft weiterhelfen können.

Ein interessanter Abgang ist natürlich die Personalie Gerald Asamoah – Für mich das einzig noch verbliebene Aushängeschild des Vereins. Nun wechselt er nach Hamburg zu St. Pauli – Ich denke, dass das einigen Fans sehr wehtut, man muss aber Asamoah auch verstehen, denn unter Magath durfte er kaum spielen. In 279 Spielen für Schalke schoss er 44 Tore. Schalke wird ihn vermissen, nicht nur auf dem Platz. Auch Marcelo Bordon verlässt Schalke 04 – Wie Asamoah ebenfalls ablösefrei. Für die Hintermannschaft wird es nun einige Änderungen geben, denn Bordon war der Chef da hinten drin und muss nun ersetzt werden, vielleicht ja von Metzelder?

Alle weiteren Zu- und Abgänge sind nicht der Rede wert. Natürlich kann es sein, dass er ein oder andere Zugang noch verkauft wird und man so noch Geld einnehmen kann. Ich weiß jetzt nicht, ob von den „Zugängen“ noch einer ausgeliehen war.

Wenn es um Geld geht, gerade bei Schalke 04, dann sollte man wirklich an alles denken, besonders an den Verein – Das Spieler verpflichtet werden müssen ist klar, da man mit Bordon und Kuranyi zwei Stammspieler verloren hat. Dennoch sollte man eine bestimmte Grenze nicht überschreiten, sonst kann das böse Folgen haben. Im schlimmsten Fall würden Magath und Held ihren Hut nehmen und sich einen neuen Verein suchen, aber Schalke wäre dann am Ende. Daher stehe ich eher zu einer „realistischen“ Transferpolitik, als zu einer, die zwar viel kostet, aber am Ende teurer wird, als alle denken. Wie gesagt, es geht um den Verein und der ist wichtiger als ein paar zusätzliche Millionen, die den Verein ruinieren könnten.

Geschrieben von Florian Hellmuth

WM2010 – Uruguay vs. Deutschland – Muss Uruguay nun leiden?

Es ist ein Spiel, dass eigentlich niemand spielen will – Dennoch gibt es heute das Spiel um Platz 3 bei der WM 2010 in Südafrika – Die Fans fragen sich nun, ob unsere Mannschaft Uruguay nun besiegt?

Eigentlich wollten wir unsere Mannschaft erst am Sonntag wiedersehen – Ich war sogar mit Trikot beim „Mini“ Public Viewing, aber selbst das, hat am Ende nichts genutzt – Spanien gewann und spielt somit am Sonntag im WM-Finale. Auch Uruguay verlor das Halbfinalspiel gegen Holland und daher sind sie unsere Gegner im Spiel um Platz 3.

Eine positive Meldung gibt es auch aus Oberhausen – Kraken Paul hat wie immer das Spiel getippt und diesmal hat er sich wieder für Deutschland entschieden. Bisher lag er bei dieser WM immer richtig, wieso sollte es nun anders sein? Um noch kurz bei Paul zu bleiben, das Finale wird Spanien gewinnen, da ist sich der Kraken sicher.

Für unsere Mannschaft heißt es heute, sich mit einem überzeugenden Sieg von einer richtig guten WM zu verabschieden. Wie zu lesen war, wird es keinen Empfang in Berlin geben. Die Mannschaft wird direkt nach der WM in den Urlaub gehen. Ich denke mal, dass das bei einem Titel anders wäre, aber zu diesem hat es leider nicht gereicht.

Nun fragt man sich natürlich, wie die deutsche Mannschaft das Spiel gegen Uruguay angehen wird? Ich bin mir sicher, dass wir ein tolles Spiel zeigen werden. Die Mannschaft hat Wut im Bauch, will beweisen, dass das Spiel gegen Spanien ein Ausrutscher war. Wir werden ein Fest erleben, da bin ich mir eigentlich ziemlich sicher. Auch wenn Uruguay eine gute WM gespielt hat, werden sie leiden müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Uruguay einen „Piep“ sagen darf.

Ich erwarte ein tolles Spiel unserer Mannschaft mit einem klaren Ergebnis – Ich tippe auf ein 5:0!

Was denkt ihr?

Geschrieben von Florian Hellmuth

PS:

Das Spiel genieße ich natürlich mit Trikot!

Wieso holt sich der HSV so viel Chaos und Ärger ins Haus?

Mit einem neuen Trainer zieht das Chaos in Hamburg ein – Armin Veh verändert viele Dinge, auch am Personal – Drobny wurde verpflichtet und auch Claus Reitmeier musste als Torwarttrainer seinen Hut nehmen.

Auch wenn die WM noch läuft, muss ich immer wieder an den Hamburger SV denken. Es gab viele Entscheidungen in den letzten Tagen und Wochen, die ich persönlich nicht verstehen kann. Man kann wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Aber es passt zum HSV in dieser Zeit. Chaos ist nichts unbekanntes beim HSV, vielleicht brauchen sie das auch, um auf Betriebstemperatur zu kommen? Ich würde den HSV als Achterbahn-Mannschaft beschreiben, denn dort gibt es immer wieder Höhen und Tiefen. Von der Trennung von Didi Beiersdorfer, der Verpflichtung von Ruud van Nistelrooy, über Platz 7 in der Bundesliga, der Trennung von Bruno Labbadia und nun mit Armin Veh als neuen Trainer.

Die größte Fehlentscheidung wurde meiner Meinung nach im Tor getroffen. Wieso verpflichtet man Jaroslav Drobny? Wenn man weiß, dass man einen der besten Keeper der Bundesliga in den eigenen Reihen hat, wieso holt man sich dann zusätzlichen Ärger ins Haus? Für mich nicht verständlich. Es ist keine Frage, dass Rost mit 37 nicht mehr der jüngste ist. Dennoch zeigte er auch in der vergangenen Saison, dass er eine feste Größe beim HSV ist. Drobny ist ohne Frage ein toller Torwart, der in jeder Mannschaft die Nummer 1 sein könnte, dennoch muss man sich Fragen, wieso der HSV ihn verpflichtetete? Einer von den beiden muss am 1. Spieltag auf der Bank Platz nehmen. Mal ganz banal ausgedrückt – Wenn ich mit Drobny einen zwar ablösefreien, aber vom Gehalt her „teuren“ Keeper verpflichte, dann wird man sich etwas dabei gedacht haben, daher gehe ich davon aus, dass er die Nummer 1 beim HSV wird. Es wäre ziemlich idiotisch einen Torwart für teures Geld zu verpflichten und ihn dann auf die Bank zu setzen. Frank Rost hat noch einen Vertrag bis 2011 beim HSV – Sollte es wirklich so kommen und Drobny im Tor stehen, dann könnte es hitzig werden, denn Rost ist nun seit 2007 Torwart beim HSV und wenn er nun „hintenrum“ wegrationaliesiert wird, dann ist das wirklich unter aller Kanone. Aber wie gesagt, alles andere würde den Transfer von Drobny für mich nicht erklären.

Seit 2007 war auch Claus Reitmaier ein fester Bestandteil im Team des HSV – Er wurde als Torwarttrainer engagiert und machte diesen Job sehr gut, wie man hört. Zur neuen Saison wird er aber von Ronny Teuber ersetzt. Wieso? Das weiß selbst Claus Reitmeier nicht, der Vertrag wurde überraschend nicht verlängert. Vielleicht hatten die Verantwortlichen Angst, dass er mit Drobny nicht so richtig kann, bzw. das er eine „vermeintliche“ Absetzung von Rost als Nummer 1 nicht unterstützen würde? Klar, es ist wage zu vermuten, aber es wäre eine Erklärung.

Mit Armin Veh bekommt der HSV einen Trainer, der mir persönlich nicht sehr sympatisch ist. Das ging mir auch schon bei der Verpflichtung von Bruno Labbadia so. Am Anfang ist immer alles super, in der Hinrunde war man dann eine der besten Mannschaften der Liga, um dann in der Rückrunde fast schon in der Versenkung zu verschwinden. Nach der Vorrunde sagte man in den letzten Jahren fast schon routinemäßig – Diesmal können wir Meister werden… Am Ende landete man dann aber nur im Mittelfeld oder gerade so auf einem Uefa Pokal bzw. Europa League Platz. Wenn man sich die Mannschaft vom Potenzial her anschaut, dann „müssten“ sie viel viel mehr erreichen.

Auch wenn Armin Veh ein Meistertrainer ist, halte ich ihn für eine Fehlbesetzung beim HSV – In Wolfsburg landete er mit seiner Mannschaft „trotz“ Millionen und einer von Felix Magath zum Titel geführten Mannschaft nur auf Rang acht und das, obwohl das Grundgerüst der Mannschaft so blieb. Als die Meldung über die Verpflichtung von Veh über den Ticker lief und ich kurz darauf, die „wichtigsten“ Fan-Portale aufsuchte, da gab es bereits viel Kritik zu dieser Verpflichtung, er passe nicht zum HSV oder man wünschte ihm viel Spaß dort, war zu lesen. Kaum ein Fan konnte die Verpflichtung nachvollziehen. Es ist einfach zu früh einen Trainer zu beurteilen, wenn er mit der Mannschaft noch kein einziges Spiel bestritt, dennoch muss man konstatieren, dass einige Dinge schon vor Anpfif des ersten Spiels für Chaos und Ärger sorgen und das ist meiner Meinung nach keine gute Voraussetzung für eine „lange“ Partnerschaft.

Geschrieben von Florian Hellmuth