Matchcard WWE Armageddon 2008

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Hey@all,

in der Nacht von Sonntag auf Montag findet in der HSBC Arena – Buffalo, New York der letzte WWE Pay Per View des Jahres statt.

Bisher stehen nur 6 Matches fest. Ich gehe davon aus, dass da noch welche dazu kommen.

Die Matchcard für Armageddon

– WWE World Heavyweight Championship
John Cena (c) vs. Chris Jericho

– WWE Championship – Triple Threat Match –
Edge (c) vs. Jeff Hardy vs. Triple H

– Matt Hardy (c) vs. Vladimir Kozlov –

– Intercontinental Title Tournament – Finale –
(der Gewinner erhält ein IC-Titelmatch gegen Regal)
Rey Mysterio vs. CM Punk

– Belfast Brawl
Mark Henry vs. Finlay

Eight-Diva Santa’s Little Helper Match

– Michelle McCool & Maria & Mickie James & Kelly Kelly vs. Victoria & Natalya & Jillian Hall & Maryse –

– Batista vs. Randy Orton –


Aus Zeitmangel komme ich leider nicht dazu, einen kompletten Preview zu schreiben. Am Montag findet ihr hier aber wie gewohnt den PPV Review.

Geschrieben von Florian Hellmuth


Der 200 Eintrag !!! – Planet of Sports im Interview mit Premiere Kommentator Marcel Meinert

FC St. Pauli - Sc Paderborn 07

Hey@all,

dies ist unser 200 Blogeintrag. Da kommt uns das Interview mit Premiere Kommentator Marcel Meinert genau richtig.

Das Interview

Hallo Marcel, erst einmal vielen Dank, dass du dir so kurzfristig die Zeit für Planet of Sports nimmst.

Sehr gern und jederzeit!

Wenn ich so auf deine Journalistische Laufbahn schaue, dann muss ich sagen: Der Mann ist rumgekommen. Wie bist du zum Tennis gekommen?  Hast du früher schon gerne Tennis gespielt?

Stimmt, ich habe schon in der Jugend Tennis gespielt – allerdings mit wirklich extrem begrenztem Erfolg! Beruflich wusste ich schon in der Schule, dass ich unbedingt in den Sportjournalismus einsteigen möchte. Mit 17 Jahren habe ich angefangen für die Zeitung über Fußball, Tennis, Handball, Hockey und einige weitere Sportarten zu schreiben. Ich war und bin also nicht unbedingt auf eine Sportart fixiert, wobei der Fußball schon immer meine größte Leidenschaft war.

Aber auch mit Tennis habe ich mich sehr intensiv beschäftigt und letztlich nach einem Praktikum beim Deutschen Tennis Bund dort ein Volontariat gemacht und als Pressereferent weiter gearbeitet – eine wirklich spannende Zeit, in der ich viele Kontakte knüpfen konnte.

Der Tennissport hat in deiner beruflichen Karriere eine große Rolle gespielt. Zuerst aber nicht als Kommentator, sondern eher in der Redaktion bzw. als Pressesprecher. Wieso hast du dich dann entschieden oder wie kam es, dass du Kommentator geworden bist?

Das ist wirklich eine ganz nette Geschichte. Erst mal war es natürlich schon ein Kindheitstraum von mir, für das Fernsehen zu kommentieren und so saß ich, wie viele kleine Jungs, zu Hause vor dem Kassettenrecorder und habe selber Spiele nachkommentiert. Später habe ich dann beim Radio gearbeitet, Veranstaltungen moderiert und dadurch immer mehr Mikrofon-Erfahrung bekommen.

Der Sprung zu PREMIERE gelang mir dann 2006. Zur Fußball-WM suchte Premiere in einer PR-Aktion Deutschlands beste Nachwuchskommentatoren und ich habe mich beworben und auf einer Bühne in Berlin eine Szene vom Confed-Cup 2005 kommentiert – das hat dann der Jury so gut gefallen, dass ich zum Finale eingeladen wurde und dort am Ende den zweiten Platz belegt habe.

Ein paar Monate später wurde ich daraufhin zu einem echten PREMIERE-Casting eingeladen und konnte mich dort zum Glück durchsetzen und durfte dann am 16. Februar 2007 mit dem Spiel Unterhaching gegen Offenbach erstmals bei PREMIERE kommentieren.

Was macht einen guten Kommentator aus und welche Dinge sollte er dem Zuschauer vermitteln?

Er muss verstehen, was dort unten auf dem Rasen passiert und warum es passiert. Außerdem muss er über die sprachlichen Mittel verfügen, um das Geschehene dem Zuschauer zu erklären und zusammenzufassen. Dazu kommen die wichtigsten Fakten und Geschichten zu dem Spiel – aber nur in der gebotenen Kürze und am Besten noch ein bisschen unterhaltsam verpackt. Schon das ist allerdings absolut Geschmackssache. Wichtig ist immer, dass es zunächst um die 23 Mann auf dem Platz geht und nicht um denjenigen, der seinen „Senf“ dazu gibt – man sich also auf keinen Fall zu wichtig nimmt.

Neben deiner Tätigkeit als Kommentator warst du zum Beispiel als Stadionsprecher bei der EM 08 in Salzburg im Einsatz. Wie kam es dazu? Außerdem ist es bestimmt eine gute Abwechslung zu deinem eigentlichen Job als Kommentator.

Absolut – das hat riesig viel Spaß gemacht. Eigentlich sollte ich für die UEFA bei der Pressearbeit in Salzburg unterstützend mitwirken. Allerdings hat dann der Stadionsprecher kurzfristig abgesagt und weil man von meiner Arbeit bei PREMIERE wusste, ist man auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich einspringen könnte – und schon saß ich am Mikrofon.

Seit 2007 bist du Kommentator bei Premiere. Wie bist du zum Fußball gekommen?

Wie schon gesagt, Fußball war schon von klein auf meine große Leidenschaft und mit dem Einstieg bei PREMIERE konnte ich mir meinen allergrößten Traum erfüllen :o)

Man kann von dir sagen, dass du wie Marco Hagemann oder Wolff Fuss ein Multitalent bist, da du gleich mehrere Ligen kommentierst. Zum einen die 1. und 2. Bundesliga, wie auch die Premier League oder die Primera Division. Was kommentierst du denn am liebsten?

Jedes Spiel in jeder Liga hat seinen eigenen Reiz, deswegen möchte ich mich da wirklich nicht festlegen. Aber natürlich steigt das Kribbeln mit der Bedeutung der entsprechenden Partie.

Wie lange bereitest du dich auf die jeweiligen Spiele vor?

Das kann man in Stunden schwer zusammenfassen, denn die Vorbereitung beginnt ja schon dann, wenn man die Ansetzungen erfährt. Dazu kommen die Sichtung des Materials, die Recherche in der Tagespresse sowie die Gespräche mit Trainern und Offiziellen. Dann hängt es auch davon ab, ob man eine Mannschaft schon länger nicht mehr kommentiert hat und sich erst wieder einarbeiten muss – ganz grob plane ich aber immer mindestens einen kompletten Tag für die Spielvorbereitung ein, um alle Infos zusammenzufassen.

Was macht für dich ein gutes Spiel aus?

Schwierige Frage – natürlich sind Torchancen und Tore das Salz in der Suppe (wo steht denn hier das Phrasenschwein … ;o) ) – dann kommentiert sich ein Spiel fast von alleine und so etwas wünscht sich natürlich jeder Kommentator.

In der Premiere Hierarchie stehst du so im Mittelfeld. Möchtest du noch weiter nach oben? Also Champions League kommentieren oder eben die Konferenz der 1. Liga?

Ich schaue erst mal nur auf meine eigenen Leistungen, denn das ist das Einzige, was ich selber beeinflussen kann. Ich versuche bei jedem Kommentar mich selbst zu hinterfragen und möchte mich von Spiel zu Spiel weiterentwickeln – alles andere ergibt sich dann von allein. Da interessiert einen auch keine Hierarchie. Natürlich ist es mein Ziel, irgendwann auch mal die ganz großen Spiele zu kommentieren. Schließlich kann man nur mit hohen Zielen auch etwas Außergewöhnliches erreichen.

Hast du ein persönliches Karrierehighlight?

Oh ja, da waren schon einige schöne Spiele dabei. Sehr gerne erinnere ich mich noch an das 5:1 der Tottenham Hotspur gegen Arsenal London im Carling Cup-Halbfinale 2008 – das war schon großes, fußballerisches Kino. Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass ich im Sommer auch das Tennisturnier von Wimbledon mit kommentieren durfte. Ansonsten ist aber jedes einzelne Spiel ein echtes Highlight, weil ich jede Woche meinem Traumjob nachgehen darf. Und die ganz großen Kracher kommen hoffentlich noch…

Du bist Kommentator, Moderator und Stadionsprecher. Wie bekommt man das alles unter einen Hut?

Ich denke, das ist alles eine Frage der Organisation. Außerdem habe ich jeden Tag Riesenspaß an meinem Beruf und gehe mit einer großen Begeisterung an jedes Spiel oder jede Veranstaltung – also eigentlich keine große Kunst!

Möchtest du noch etwas an unserer Leser weitergeben?

Erst mal vielen Dank für die Interviewanfrage, habe mich sehr darüber gefreut. Ansonsten hoffe ich, dass Ihr ein bisschen Spaß beim Lesen hattet und Ihr mich dabei etwas besser kennen lernen konntet. In diesem Sinne – weiterhin viel Spaß bei den Fußballübertragungen auf PREMIERE und bis zum nächsten Mal!

Das war es eigentlich schon. Ich bedanke mich für dieses kurzfristige Interview und wünsche dir frohe Weihnachten und viel Glück für die Zukunft.

Interview von Florian Hellmuth

PS: Die Champions League Ansetzungen habe ich heute mal wegoptimiert. Die gibt es aber bei den Kollegen vom Kommentatorenblog sehr ausführlich.

http://kommentatoren.blog.de/

Nordische Kombination: Der Saisonstart 2008

Seit jeher steht die Nordische Kombination im Schatten der anderen FIS-Wintersportdisziplinen, trotzdem beherbergt auch dieser spezielle Sport eine besondere Faszination! Die Verbindung zweier völlig unterschiedlicher Sportarten wird hergestellt, in denen Timing, Körpergefühl, Technik, Kraft und Ausdauer die Hauptrollen spielen!

Noch zählt der Mischling aus Langlauf und Skisprung nicht zu den populärsten Wintersportarten, aber gute Quoten der übertragenden Sender in Deutschland, lassen einiges erwarten.

Vor gut einer Woche war es so weit, die Wintersportsaison wurde mit dem ersten intensiven Wochenende der meisten Sportarten eingeleitet. Die größten Veränderungen gab es dabei bei der Nordischen Kombination!

Der Renndirektor der Spezialspringer, Walter Hofer, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die  schwächelnde Disziplin der FIS zu reformieren. Der Leitsatz: „Zurück zu den Wurzeln“, war die Grundlage der Idee des internationalen Skiverbandes. Anstatt 3 verschiedener Bewerbe, mit unterschiedlichen Laufdistanzen und einer unterschiedlichen Anzahl an Sprüngen, hat man nun versucht ein einziges Wettkampfformat durchzusetzen. Ab dem Beginn dieser Saison gibt es jeweils nur mehr 1 Sprung von der Schanze und einen 10 km Langlauf.

Die Kritiken der Experten und die Lobeshymnen einiger aktiver Sportler zeigen, wie sehr diese Änderung polarisiert. Viele sehen es als Verrat am bereits verstorbenen Gunder Gundersen, der den Sport mit dem Einzelwettkampf (2 Sprünge und 15km Langlauf) zu einer willkommnen Abwechslung zu den anderen renommierteren Wintersportdisziplinen machte. Natürlich werden eingefleischte Fans mit einer Verkürzung der Wettkämpfe nicht wirklich glücklich sein, aber für die FIS war es ein Mittel zum Zweck, um Überschneidungen bezüglich des Zeitplans zu vermeiden.

Der Auftakt in Kuusamo brachte uns schon gute und interessante Wettkämpfe. Ein kleines Manko ist aber dennoch, dass man die Starterfelder von Seiten der FIS nicht gekürzt, sondern deutlich vergrößert hat. Ein Wettkampf der Nordischen Kombination sollte mit höchstens 40 Athleten über die Bühne gehen! Das Leistungsgefälle ist deutlich größer als beim Langlauf, dem Schispringen oder Ski Alpin, deshalb müssten gewisse Leistungsnormen eingeführt werden, um im Weltcup als Athlet an den Bewerben teilnehmen zu dürfen.

Auch die Fernsehübertragung des Langlaufs könnte man noch besser gestalten, indem man verschiedene Kamerapositionen bei Zwischenzeiten wählt, sodass man die Athleten nicht nur aus  frontaler Perspektive sieht. Dadurch würde man für Abwechslung sorgen und der Zuschauer könnte einen größeren Bezug zum gebotenen Geschehen bekommen!

Die größte Überraschung des Saisonstarts, ist aber nicht die Tatsache, dass das neue Wettkampfsystem greift, sondern, dass sich ein junger Finne aufmacht, zum Dominator des Sports zu werden. Viele finnische Fans werden schon in Erinnerungen an den vierfachen Gesamtweltcupsieger, Hannu Manninen, schwelgen, wenn sie die Leistungen des jungen Anssi Koivuranta verfolgt haben. Koivuranta ist das absolute Gegenstück zu den ehemaligen finnischen Topkombinierern, Samppa Lajunen und Hannu Manninen. Er ist kein begnadeter Langläufer, sondern ein guter und konstanter Skispringer. Er muss den Grundstein seiner Erfolge stets auf der Schanze legen, weil ihm die läuferischen Fähigkeiten fehlen, um einen Wettkampf aus hinterer Position noch für sich zu entscheiden. Für interessierte Beobachter des Sports sind seine guten Leistungen sicher keine Sensation, aber auch mich hat  vor allem seine deutlich gesteigerte Lauffähigkeit im Vergleich zum letzten Jahr überrascht. Er läuft heuer so gut wie nie zuvor. Koivuranta wirkt in der Loipe stets souverän und kann ein Rennen kontrollieren und sich auch in Gruppen taktisch klug verhalten.

Der 20 jährige Mann  aus Kuusamo hat sich mit 2 Siegen aus 4 Bewerben schon einmal hervorragend gezeigt und liegt im Gesamtweltcup unangefochten an erster Position. Der junge Finne, der sich im Laufen erheblich gesteigert hat, zeigte technisch exzellente Sprünge und im 10 km Langlauf gute Renntaktik. Aber auch andere haben bereits in dieser frühen Phase der Saison gute Form. Da die Granesenschanze in Trondheim, Austragungsort des zweiten Weltcups, weniger „streute“ als die Rukkatunturianlage von Kuusamo, kamen auch die guten Langläufer bereits in die vorderen Regionen des Klassements.

In zwei Wochen geht es mit dem Weltcup in der Ramsau weiter, dann werde ich, weil ich beim Wettkampf zuschauen werde, auch einen kleinen Bericht bezüglich der Zuschauer, der Strecke und des Wettkampfes abgeben.

Geschrieben von Jakob Fischer