Sehr oft muss man sich über die Leistungen von Sportreportern ärgern. Man versteht nicht, weshalb diese Leute, trotz oft verheerender fachlicher Mängel oder einschläfernder Ausführungen, den Zuschauern zugemutet werden.
Gestern war das ganz anders:
Die „Stimme des Snooker“, Rolf Kalb, hat gezeigt, wie gut man ein Sportereignis kommentieren kann.
Snooker wird seit den 90-er Jahren auf Eurosport gezeigt und die Zuschauerzahlen vergrößern sich von Saison zu Saison. Dieser „Snookerboom“ hat sicherlich 2 Gründe: Es ist ein toller, spannender und taktisch sehr interessanter Sport und die Person, die in Deutschland präsentiert, Rolf Kalb, macht das auf eine bewundernswerte Weise.
Für mich war das ganz klar der (Sport)-Kommentar des Jahres. Der sympathische Gentleman des europäischen Spartensenders Eurosport kommentierte wohl eines der dramatischsten Snookermatches der letzten Jahre und blühte dabei wahrlich auf. Sämtliche Einschätzungen und Analysen waren auf den Punkt, dazu sehr interessante Details zu Spielern, Material und der Veranstaltung sowie dezent eingebaute Statistiken und Ereignisse aus der Vergangenheit. Auch die Emotion und die Art und Weise, wie er die Spannung erzeugt hat waren außergewöhnlich!
Kalb hat eine ganz besondere Gabe, die den meisten Sportreportern im TV fehlt. Er weiß ganz genau, wann es wichtig ist den Zuschauer zu informieren, und wann es besser ist zu schweigen. Dadurch wird die Übertragung für die Zuschauer auch nicht zu intensiv und man wird nicht ständig mit Informationen vollgepumpt.
Außerdem dauerte die Übertragung knapp 5 Stunden. Das ist bereits fast die Dauer einer Übertragung einer Hochgebirgsetappe der Tour de France. Dort ist dann schon eine größere Ausdauer und bessere Vorbereitung gefragt als bei einem 90-minütigen Fußballspiel.
Ich habe schon viele Sportveranstaltungen im Fernsehen verfolgt, an einen so guten Kommentar kann ich mich spontan jedoch nicht erinnern.
Die aktuelle Kolumne von Rolf Kalb bei Eurosport.com
Geschrieben von Jakob Fischer



Auch Quotenmeter.de bezieht Stellung und startet die Online-Petition „Sat.1 ist Berlin“ – dieser Slogan ist derzeit auf vielen Transparenten in der Sat.1-Zentrale zu lesen. Sat.1 ist Berlin und Sat.1 soll Berlin bleiben. Bis Mittwochabend, 22.00 Uhr, können Sie, liebe Quotenmeter.de-Leser, die Online-Petition „Sat.1 ist Berlin“ unterstützen. Schreiben Sie der Redaktion. Per Mail an Manuel.Weis’@Quotenmeter.de oder per Fax an 0931 – 4675911.