Tri-Tra-Trullala – Jogis Entscheidung ist endlich da !

Hallo liebe Leser,

auch wenn mir viele vorwerfen, dass ich, wenn es um die Nationalmannschaft geht, nur negativ schreibe, bzw. mir sogar eine Hetzkampagne vorgeworfen wird, werde ich auch weiterhin darüber bloggen. Meiner Meinung nach ist das alles Schwachsinn, weil ich wie immer nur das schreibe, was ich denke. Ob man das gut findet oder nicht, ist mir relativ egal, denn es ist meine Meinung.

Wie einige Medien bereits heute morgen berichteten, wird Philipp Lahm bei der WM als Kapitän fungieren. Damit ersetzt er Michael Ballack, der sich vor einigen Wochen im FA-Cup Finale verletzte. Viele Experten haben sich in den letzten Wochen für Lahm ausgesprochen, weil er konstant gute Leistungen bringt und für viele neben Bastian Schweinsteiger der einzige ist, der diesen Job machen könnte. Andere fragen sich nun, wieso Lahm und nicht Schweinsteiger? Ich denke, der Bundestrainer wird sich seine Gedanken gemacht haben. Ich denke, mit dem Alter hat es nichts zu tun, denn Lahm ist Jahrgang 83 und Schweinsteiger 84. Vielleicht traut man Lahm eher zu eine Mannschaft zu führen. Vielleicht ist er stabiler bzw. etablierter in der Mannschaft. Einziger Kritikpunkt meiner Meinung nach ist eigentlich nur, dass ich Schweinsteiger eher zutraue, auf dem Platz den Mund aufzumachen als Lahm. Lahm wirkt für mich in manchen Dingen einfach zu ruhig. Gerade wenn es im Spiel nicht läuft, braucht es jemanden, der die Mannschaft auch zusammenscheißen kann. Ob Lahm das kann, werden wir bei der WM sehen. Die Entscheidung finde ich jedenfalls ok, ich denke damit kann jeder gut leben.

Die andere Entscheidung, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann, weil eigentlich logisch ist die T-Frage. Nach der Verletzung von Adler war Manuel Neuer als eigentliche Nummer 2 gesetzt. Dann verstehe ich nicht, wieso Löw in den letzten Wochen die Torwart-Entscheidung vertagt hat und sich nicht gleich für die Nummer 2 entschied? Er machte es anders und lud Hans-Jörg Butt in die Nationalmannschaft ein. Für viele Experten war dann auf einmal Butt die Nummer 1. Heute wurde dann bekannt, dass Neuer wohl doch bei der WM im Tor stehen soll. Also die Frage, wieso nicht gleich? Hat ihm Löw doch nicht getraut oder wieso die späte Entscheidung? Ich denke auch Neuer wird sich seine Gedanken gemacht haben. Ich kann es jedenfalls nicht nachvollziehen, denn diese Entscheidung hätte man gleich treffen können und somit neue Ruhe in die Mannschaft bringen können.

Jetzt kann man natürlich sagen, wir haben noch etwas mehr als 2 Wochen bis zur WM. Dennoch hätte man vorher mehr Ruhe gehabt, um sich besser und sicherer auf die WM in Südafrika vorzubereiten.

Dennoch bin ich froh, dass diese Entscheidungen nun gefallen sind. Nun kann man den Blick auf  die letzten Test-Spiele, sowie die eigentliche Vorbereitung auf die WM entspannt und locker entgegenblicken.

Hoffen wir, dass sich die Mannschaft, die nun endlich komplett ist findet und das sich niemand mehr verletzt, damit wir auch bei dieser WM einen guten Eindruck machen und ein erfolgreiches Turnier spielen.

Geschrieben von Florian Hellmuth

Vorschau auf den Großen Preis der Türkei in Istanbul

Bevor wir jetzt auf den Großen Preis der Türkei blicken, vorab noch ein Rückblick auf das vergangene Formel 1 Wochenende im Fürstentum Monaco.

Im Qualifying stahl Mark Webber Sebastian Vettel die Show, indem er seinen Red Bull zum wiederholten Male nach Barcelona auch in Monte Carlo auf die Pole stellte. Eine starke Performance zeigte auch Robert Kubica, der in seinem Renault eindruckvoll auf Startplatz 2 fuhr, vor Sebastian Vettel. Die beiden Mercedes Piloten starteten von den Plätzen 6 (Rosberg) und 7 (Schumacher). Ferrari Pilot Fernando Alonso musste nach einem Mauerkuss im 3. freien Training aus der Boxengasse starten, da es Ferrari nicht mehr gelang in der Kürze der Zeit bis zum Qualifying den havarierten Ferrari zu reparieren.

Vettel gelang es gleich am Start am Polen Kubica vorbeizuziehen, damit ging das Feld mit einer Red Bull Doppelführung durch die erste Runde. Auch Michael Schumacher konnte seinen Teamkollegen überholen. Beide Mercedes Piloten wurden während sie miteinander fighteten aber von Rubens Barichello überholt. Schon während der ersten Runde musste das SC erstmals ausrücken. Grund: Der deutsche Nico Hülkenberg  hatte seinen Williams ausgangs Tunnel in die Mauer gesetzt. Der Clou: Ferrari holt Alonso bereits in Runde 2 unter SC an die Box. Der Spanier holt sich die härte Reifenmischung. Damit kann er das ganze Rennen durchfahren, ohne nochmals an die Box fahren zu müssen.

In Runde 32 erwischt es dann auch den zweiten Williams mit Rubens Barichello, was eine erneute SC-Phase auslöste. Alonso wurde derweil schon auf Position 5 vorgespült.

3 Runden vor Rennende dann folgende erschreckende Szene

Bildquelle: Sky Formel 1 Übertragung

Jarno Trulli setzte zum Überholmanöver auf Chandhok an. Dabei verkeilt sich sein Lotus, er hebt ab und fliegt unmittelbar über Chandhok. Dieser hatte unheimliches Glück, dass der „fliegende“ Lotus nicht sein Kopf berührte und so konnten beide glücklicherweise unverletzt ihren Wracks entsteigen. Natürlich musste aufgrund des Zwischenfalls das SC erneut auf die Strecke.

In der letzten Runde dann die Meldung der Race Control „Safety-Car in this Lap“, sprich das SC kommt in dieser Runde zurück an die Box.

In der Vergangenheit war es so, dass man erst ab Überfahren der Start-Ziel Linie überholen durfte. Seit diesem Jahr gilt diese Regelung jedoch nicht mehr, denn nun ist bereits ab Safety Car Linie 1 das Überholen gestattet. Und so gab die Mercedes Crew ihren Fahrern die Anweisung, ab eben jener Linie 1 versuchen zu überholen. Also heizte Schumacher aggressiv seine Bridgestone Pneus auf und setzte in der letzten Kurve den Überraschungsangriff auf Alonso um Position 6, was auch eindrucksvoll gelang.

Bildquelle: Sky Formel 1 Übertragung

Allerdings kam wenig später die Hiobsbotschaft. Das Manöver werde untersucht, hieß es. Nach Sage und Schreibe drei Stunden wurde das Ergebnis verkündigt. Michael wurde bestraft. Er bekam im Nachhinein eine 20-Sekunden Zeitstrafe aufgebrummt. Das bedeut er verliert seinen 6 Platz und fällt auf den 12. zurück.

Als Grund der Bestrafung nannte die FIA Paragraph 40.13.

40.13 besagt, dass wenn das Rennen unter SC beendet wird dieses in der letzten Runde in die Boxengasse einfährt und nicht mehr überholt werden darf.

Gleichzeitig gibt es aber auch Paragraph 40.11 der eben sagt, dass wenn das SC in die Box kommt Grüne Flaggen geschwenkt werden, das Rennen damit wieder freigegeben und somit Überholen ab SC-Linie 1 erlaubt ist. Und das war in Monaco Zweifellsohne der Fall. Es wurde definitiv grün gezeigt. Was eigentlich heißt Racing  und damit Gas geben.

Schon alleine, dass die FIA drei Stunden für das Verkünden der Strafe brauchte, zeigt wie prekär die Entscheidung doch war. Meiner Meinung nach hat Schumacher nix falsch gemacht. Er hat nach  SC-Linie 1, auf Anweisung des Teams überholt. Die Strafe sorgte auch für heiße Diskussionen im Forum von Digitalfernsehen

Bitter ist es für Schumacher allemal. Denn die Strafe bedeutet gleichzeitig auch null Punkte. Mercedes ist zwar in diesem Jahr noch kein WM Anwärter, allerdings können am Ende der Saison eben jene verlorene 6 bzw. 8 Punkte im Teaminternen Duell entscheidend sein.

Positiv bleibt nur, dass man diese ominösen Regeln überarbeiten möchte, damit es zukünftig nicht zu solchen Vorfällen kommt. Webber war der Sieger im Fürstentum, vor Vettel und Kubica.

Doch nun zum großen Preis der Türkei. Seit 2005 ist der Istanbul Street Park im Formel 1 Kalender. Der von Hermann Tilke gebaute Kurs hat eine Länge von 5,33 km und umfasst 6 rechts und 8 Linkskurven. Highlight der Strecke ist Turn 8, mit 4 Linkskurven in einem. 58 Runden mit einer Renndistanz von rund 309 km Renndistanz sind zu fahren. Abzuwarten bleibt, ob Rekordsieger Felipe Massa (3 Siege 06, 07, 08) auch am kommenden Sonntag ganz oben stehen wird.

Die Sieger der letzten 5 Jahre

2005 Kimi Raikkönen (Mc-laren Mercedes)

2006 Felipe Massa (Ferrari)

2007 Felipe Massa (Ferrari)

2008 Felipe Massa (Ferrari)

2009 Jenson Button (Brawn GP)

Der WM Stand vor dem Großen Preis der Türkei

1. M. Webber 78

2.  S. Vettel 78

3. F. Alonso 75

4. J. Button 70

5.  F. Massa 61

6.  R. Kubica 59

7.  L. Hamilton 59

8.  N. Rosberg 56

9.  M. Schumacher 22

10. A. Sutil 20

11. V. Liuzzi 10

12  R. Barichello 7

13. V. Petrov 6

14. J. Alguersuari 3

15. S. Buemi 1

16. N. Hülkenberg 1

Die TV-Zeiten im Überblick

Freitag 28.05.10

Sky

08:55 Uhr – 10:45 Uhr 1. freies Training live aus Istanbul

12:55 Uhr – 14:45 Uhr 2. freies Training live aus Istanbul

Sport 1

09:00 Uhr – 10:35 Uhr 1. freies Training live aus Istanbul

13:00 Uhr – 14:35 Uhr 2. freies Training live aus Istanbul

Samstag 29.05.10

Sky

09:55 Uhr – 11:15 Uhr 3. freies Training live aus Istanbul

12:45 Uhr – 14:35 Uhr Qualifikation live aus Istanbul

14:35 Uhr – 16:00 Uhr GP 2 live Rennen 1 aus Istanbul

RTL

11:30 Uhr – 12:20 Uhr 3 freies Training (relive) aus Istanbul

12:30 Uhr – 14:20 Uhr Qualifikation live aus Istanbul

Sonntag 30.05.10

Sky

10:30 Uhr – 11:30 Uhr GP 2 live Rennen 2 aus Istanbul

13:00 Uhr – 13:55 Uhr Vorberichte live aus Istanbul

13:55 Uhr – 16:00 Uhr Großer Preis der Türkei live aus Istanbul

16:00 Uhr – 16:30 Uhr Nachberichte live aus Istanbul

RTL

12:45 Uhr – 14:00 Uhr Vorberichte live aus Istanbul

14:00 Uhr – 15:45 Uhr Großer Preis der Türkei live aus Istanbul

15:45 Uhr – 16:25 Uhr Nachberichte live aus Istanbul

+++Viel Spaß beim großen Preis der Türkei+++

Geschrieben von Markus Krecker

Logoquelle: Formel 1

Thomas Hitzlsperger – Er wollte viel, aber erreichte wenig…

Hallo liebe Leser,

heutzutage bekommen viele Bundesliga-Spieler Angebote aus dem Ausland. Versprochen wird meistens viel Geld, neue Erfahrungen und vor allem Erfolge. Auch Thomas Hitzlsperger wollte sich diesen Traum erfüllen, als er zur  Winterpause vom VFB Stuttgart zu Lazio Rom wechselte.

Ich denke, es ist überhaupt keine Frage, dass seine Vorrunde in Stuttgart nicht besonders gut war, er konnte seine Leistungen nicht abrufen und verlor  sogar sein Amt als Kapitän beim VFB. Es hatte einfach alles nicht mehr gepasst, daher kann man vielleicht sogar nachvollziehen, dass es ihn ins Ausland gezogen hat. Er wollte beweisen, dass er es noch drauf hat und das er auch noch in die Nationalmannschaft gehört.

Heute muss er feststellen, dass ihm der Wechsel alles andere als gut getan hat. Mit Lazio Rom landete er am Ende der Saison auf Rang 12 und das ist alles andere als befriedigend. Nichts mit Europa, nichts mit vollen Stadien, es war einfach enttäuschend und für ihn sicherlich unerwartet, wenn man ins Ausland geht, dann hat man natürlich seine Wünsche und Träume und natürlich seine Ziele.

Hitzlsperger selbst hat es mittlerweile auch eingesehen:

„Damals war ich sicher: Ich bin jetzt 28, da sollte es mir gelingen, mich schnell anzupassen und gleich bei Lazio zu spielen. Das war eine Fehleinschätzung, da habe ich mich übernommen“

Quelle: Kicker

Was ich nicht verstehen kann, wieso Italien, wieso Lazio? Er hatte immer das Ziel wieder für die Nationalmannschaft zu spielen, wenn man dann bei einem Verein spielt, den in Deutschland fast niemanden interessiert, dann ist es schwer sich zu beweisen, bzw. die Aufmerksamkeit vom Nationaltrainer wiederzugewinnen. Wenn man dann mit dem Verein im Mittelfeld der Serie A steckt, dann ist das auch nicht sonderlich hilfreich.

Bei Lazio sieht er jedenfalls keine Zukunft mehr:

„Eine Zukunft bei Lazio ist schwer vorstellbar. Ich kann mir einen Wechsel in die Bundesliga gut vorstellen. Andererseits schreckt es mich aber nicht, wieder ins Ausland zu gehen.“

Quelle: Kicker

Ganz ehrlich? Wenn er ein Angebot aus der Bundesliga hat, dann sollte er dieses annehmen. Ausland ist gut und schön, aber diesmal hat es nicht geklappt und wieso sollte es beim nächsten mal klappen? Problem ist auch, dass seine Saison nicht die beste war, also werden die Teams im Ausland, die Interesse haben auch nicht viel besser sein als Lazio. Wenn er wirklich den Wunsch hat in seiner Karriere noch etwas zu reißen, bzw. wieder in die Nationalmannschaft will, dann muss er zurück in die Bundesliga, alles andere wäre meiner Meinung nach Selbstmord für die Karriere.

Wenn ich in seiner Situation wäre, dann würde ich auf Geld verzichten und zu einem Bundesliga-Verein gehen, der vielleicht im Mittelfeld spielt, denn in dieser Mannschaft wäre er dann ein gestandener Spieler, ein Spieler mit Erfolgen, der eine Mannschaft auszeichnen kann und wenn er sich dort gut macht, seine Leistungen zeigt, dann könnte er vielleicht irgendwann wieder in die Nationalmannschaft eingeladen werden.

Um das ganze zusammenzufassen:

Hitlsperger hat es gewagt, was natürlich Respekt verdient, denn das traut sich nicht jeder, aber er muss sich eingestehen, dass es am Ende vielleicht der falsche Weg war, aber heute ist man immer schlauer. Nun muss er nach vorne schauen, sich einen Bundesliga-Verein suchen und dort wieder angreifen. Er ist ein guter Spieler, er muss es aber auch wieder zeigen. Wenn er den Kopf frei hat, dann traue ich ihm auch ein Comeback in der Nationalmannschaft zu.

Ein Comeback in der Premier League, also in England würde ich ihm nicht empfehlen … ich denke, er sollte sich lieber auf nationalem Boden rehabilitieren und versuchen in der Bundesliga neu anzugreifen.

Geschrieben von Florian Hellmuth