Bei jeder WM gibt es Wörter und Dinge, die besonders auffallen. Bereits nach einem Tag wurde klar, dass die Vuvuzela in Südafrika ein prägendes Musik-Instrument für diese WM wird.
Als ich gestern das Eröffnungsspiel sah, dachte ich, dass das eigentlich nicht war sein kann. Ich habe gedacht, dass die Vuvuzela vielleicht mal ab und zu gespielt wird, aber das war nicht der Fall. Im Gegenteil, die kompletten 90 Minuten wurde in die Vuvuzela getrötet. In Südafrika ist dieses Blas-Instrument ein Symbol des südafrikanischen Fußballs. Als Europäer fragt man sich aber, ob die Menschen in Südafrika taub sind, denn diese Vuzuelas sind lauter als ne Kettensäge und das soll was heißen. Bis zu 120 Dezibel können diese Instrumente, die es in verschiedenen Größen gibt, tröten. Problem war gestern bei beiden Spielen auch, dass es über den TV richtig laut und fast penetrant wurde. Wie man las, haben sogar einige Zuschauer den Ton abgestellt, ich persönlich hatte nach dem ersten Spiel schon Kopfschmerzen und habe gedacht, dass es beim zweiten Spiel besser wird, aber das war wohl nichts. Nicht nur uns gingen die Vuvuzelas auf die Nerven, sondern auch den Kommentatoren im Stadion. Reif hatte sogar 3-Mal darauf hingewiesen, dass diese Dinge unendlich laut sind und er froh ist, wenn es vorbei ist. Außerdem sagte er, dass wenn er den Kopfhörer abnimmt, überhaupt nichts mehr hört, durch seinen Kopfhörer konnte er sich noch ein bisschen davor schützen. Mir sagte man, dass die Vuvuzelas in Deutschland verboten sind, ob das stimmt, weiß ich nicht, aber wenn es stimmt, dann kann ich es nachvollziehen. Es ist ein Trend, den es bereits beim Confed-Cup gab. Einige Zuschauer sagten, dass ihnen diese Vuvuzelas bei dieser WM nicht mehr stören, weil sie es mittlerweile gewohnt sind.
Dann hoffen wir mal, dass wir uns auch daran gewöhnen. Man ist zu Gast in Südafrika, dann muss man auch ihre Kultur und ihre Vuvuzelas akzeptieren. Es sind ja nur vier Wochen ;)
Geschrieben von Florian Hellmuth





