Neu: Die Kommentatorenkritik – Das Topspiel am Samstag mit Marcel Reif

Marcel Reif tut vor allem eines – Er polarisiert! Aber wie hat er sich heute beim Topspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Mainz 05 geschlagen?

Es ist kein Geheimnis, dass Marcel Reif in früheren Tagen für den 1. FC Kaiserslautern gespielt hat – Dies sagte sogar Sky Moderator Sebastian Hellmann im Vorfeld des Spiels, aber er sagte auch, dass Reif wie immer völlig unparteeisch kommentieren würde. Aber tat er das auch?

Marcel Reif beim Spiel zwischen Kaiserslautern und Mainz

Mit relativ wenig Aufregung, dafür aber mit sehr vielen Infos zur aktuellen Situation beider Klubs, begann Marcel Reif seinen Kommentar beim Topspiel aus Kaiserslautern. Ein Kommentator ist natürlich auch in gewisser Weise auch abhängig davon, wie gut oder schlecht das Spiel ist.

Die Einstellung von Reif war es, relativ sachlich zu kommentieren, ohne übertriebene Emotionen. Auf dem Papier war das Spiel zwar irgendwie interessant, aber eben kein Kracher wie Dortmund gegen Schalke. Nach dem es in den ersten Minuten hin und her ging, es dabei viele Fehlpässe gab, hatte Reif relativ wenig zu erzählen. Nach 17 Minuten sagte er, dass das Spiel hektisch und konzeptlos sei, was es auch ohne Frage war. Reif wirkte fast schon glücklich oder erleichtert, als Mainz in der 22 Minute das 0:1 erzielte. Er wünschte sich, dass das Spiel nun besser werden würde… Marcel Reif ist ein Fan von gutem Fußball, sieht er diesen nicht, wird er meist sehr lustlos und ungehalten. Einige Zeit später merkte er an, dass Kaiserlautern zu wenig für das Spiel tun und das Mainz daher verdient führen würde. Als aber Petzos in der 32. Minute eine gute Chance aus der Distanz hatte, wurde er auf einmal laut, denn die Chance für die roten Teufel war wirklich gut. Interessant hier, dass sein Schrei um einiges lauter war, als beim 0:1 für die Mainzer, vielleicht auch, weil die Chance relativ überraschend kam. Dennoch bezeichnete Reif den Fußball der Mainzer als besser, reifer – Man hatte das Gefühl, dass er ein bisschen enttäuscht von der Leistung der Lauterer war.

Das Beste aus Lauterer Sicht ist es, dass sie nur mit einem Tor hinten liegen, so sagte es Reif nach dem Pausenpfiff. Mainz führte verdient mit 0:1! Aber er relativierte einen Satz, den er Sekunden vorher sagte – Denn er sagte nicht nur, dass Mainz verdient führe, sondern auch, dass es eben nur ein Tor sei, was nach seinem Satz vorher nicht so richtig passte. Entweder ist die Führung mehr als verdient oder es ist eng? Eines geht ja nur.

Zur zweiten Halbzeit verwandelte sich Marcel Reif für kurze Zeit in Dr. Reif – Nach einem Konter und einem Abschluss von Schürrle, als er fast alleine auf das Tor der Lauterer zulief und am Ende das fast sichere Tor nicht machte, versetzte uns Dr. Reif in den Kopf von Andre Schürrle. Denn der Spieler hatte so viele Gedanken, dass es nicht so leicht war, dieses Tor zu erzielen. Es war eine Sache der Möglichkeiten, soll er schießen, lupfen oder passen? Ja, diese Dinge gehen in einem Spieler vor, wenn er alleine auf das Tor zuläuft. Auch das sind Stärken von Marcel Reif, er versetzt sich in einen Spieler und analysiert diesen. Reif merkt nach 52. Minuten an, dass Kaiserslautern nun zutraut und auch für die offensive mehr tut. „Lautern wird stärker, aber auch besser?“ Das ist ein typischer Satz von Reif, der das unterschwellige gerne mal betont. „Spötter würden jetzt sagen, der Ballbesitz wechselt hier so oft, wie beim Tennis“ – Auch hier kann man konstatieren, dass Reif mit dem Niveau des Spiels nicht so ganz zufrieden war. Man muss aber sagen, dass das Spiel wirklich nichts für Fußball-Liebhaber war. In der 68. Minute weckte Reif die Zuschauer nach einer Flanke von außen auf Petzos mit einem Schrei aus heiterem Himmel, der einem Fan, der schon geschlafen hat, aus dem Bett springen ließ. Am Ende war es zwar kein Tor, aber man war wieder wach. Man merkte in einigen Szenen, dass er dem 1. FC Kaiserslautern ein Tor wünschen würde, denn emotionaler reagierte er bei Chancen der roten Teufel. Die Mainzer saßen etwas „bräsig“ auf der Führung, stellte Reif fest undschien fast freudig auf die letzten Minuten zu warten. Hoffte er, dass Lautern noch trifft? Man hatte indirekt das Gefühl. Nach 78. Minuten landete dann ein Feuerwerkskörper im Strafraum der Mainzer, Reif betitelte diese Fans als „Schwachmaten“ – Ich denke, dass er mit dieser Bezeichnung nicht gerade falsch lag. Nach 86. Minuten traf Lakic nach einem Schuss nur den Pfosten und Reif wurde noch einmal laut, aber der Ball war eben nicht drin. Treffend kommentiert von Reif, wäre das 1:1 zu diesem Zeitpunkt aber sicherlich verdient gewesen, da Kaiserslautern gerade in der zweiten Halbzeit mehr ins Spiel investiert hatte.

Am Ende bliebt es beim 0:1 für Mainz 05 – Der Kommentar von Reif war keine Sternstunde in seiner langen Karriere, aber eben auch nicht so schlecht. Das Spiel hat einfach nicht mehr hergegeben. Gerade in der zweiten Halbzeit konnte man manchmal das Gefühl haben, dass er etwas pro Kaiserslautern eingestellt war, aber er hat sich doch relativ gut zurückgehalten. Einige gute Sprüche zur Auflockerung waren dabei, aber im Großen und Ganzen war es eine durchschnittliche Kommentatorenleistung von Marcel Reif, was natürlich auch am Spiel lag, dass über weite Strecken wirklich langweilig war.

Geschrieben von Florian Hellmuth

Ein Kommentar zu „Neu: Die Kommentatorenkritik – Das Topspiel am Samstag mit Marcel Reif

Gib deinen ab

  1. Schön gemacht aber es ist ja nix unnormales das ein Kommentator Fan eines Klubs ist und diesen kommentiert. Das gibt es bei sky ja zu genüge.

    Gefällt mir

Kommentare? Immer her damit!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Nach oben ↑