Der Blog am Sonntag – 10. Juli – Kommentar zur Abwesenheit von Jacques Schulz + Deutschland bei der Frauen-WM ausgeschieden

Der Blog am Sonntag beschäftigt sich mit der Frauen-WM und der Kritik an der Kommentatoren-Ansetzung am Freitag beim ersten und zweiten Freien Training zum GP in Silverstone auf Sky.

Es gibt Dinge, die sich einfach nicht gehören. Als am Freitag auf Sky das erste und zweite Freie Training zum Großen Preis von Großbritannien ausgestrahlt wurde, da merkte man schnell, dass etwas fehlt. Tanja Bauer gab zu den Kommentatoren ab, die ausnahmsweise nicht an der Strecke saßen, sondern in München. Weiterlesen „Der Blog am Sonntag – 10. Juli – Kommentar zur Abwesenheit von Jacques Schulz + Deutschland bei der Frauen-WM ausgeschieden“

Formel 1: Sky-Moderator Peter Lauterbach polarisiert die Massen – Planet of Sports stellt ihn vor!

Kein anderer im Sky Formel 1 Team polarisiert die Formel 1 Fans im Forum von Digitalfernsehen so sehr, wie Formel 1 Moderator Peter Lauterbach. Doch woran liegt das?

Der Reihe nach. Peter Lauterbachs journalistische Laufbahn verlief so, wie man sie von vielen aus diesen Kreisen kennt. So fing der gebürtige Darmstädter bei einer Zeitung an, wechselte anschließend in eine Nachrichtenagentur, zum Radio und schließlich ins Fernsehen. Selbst Sky Kommentator Jacques Schulz hat seine Anfänge bekanntlich bei einem Münchner Radiosender gemacht.

Später war Lauterbach Redakteur im Bereich Formel 1 der Kirch Gruppe. Dabei konnte er bereits einige wichtige Kontakte in die Königsklasse knüpfen. Doch die drohende Insolvenz des Kirch Konzern bereitete auch Lauterbach zusehends Sorgen. Also hat er sich 2003 kurzerhand für den Schritt in die Selbständigkeit entschieden und seine Firma „byLauterbach“ gegründet. Als zweites Standbein blieb ihm weiterhin sein Job als Moderator bei Premiere, wo er seit 2000 beschäftigt ist.

Anfangs natürlich nicht als Moderator in der F1. Schließlich hatte man mit Wolfgang Rother einen Spitzenmann, der nicht nur mit seiner Moderation glänzte, sondern auch sehr viel Fachverstand und Fachwissen mitbrachte. Lauterbach moderierte derweil zum Teil kleinere Rennserien, die im Rahmenprogramm der DTM ihre Runden drehten und seinerzeit live auf Premiere zu sehen waren. 2004 wurde er dann für die Moderation der BBL (Basketball Bundesliga) eingesetzt. Zudem hatte er schon bald erste Einsätze als Interviewer in der Königsklasse. Ende 2005 wollte sich Rother zum Leidwesen seiner Fans und das sind bei weitem nicht wenige, von der Moderation der Formel 1 Rennen zurückziehen. Natürlich hinterließ Rother ein gewaltiges Loch. Aber Premiere bemühte sich und fand in Maren Braun für die Saison 2006 einen Ersatzmann oder besser gesagt eine Ersatzfrau. Maren merkte man anfangs ihre Nervosität deutlich an. Hier und da mal ein Versprecher, aber im Laufe der Zeit konnte sie durch ihre lockere, freundliche und zugleich fröhliche Art die Herzen der Zuschauer gewinnen. Doch als sie dann Nachwuchs erwartete war klar, dass sie dem Job als Moderatorin vorerst nicht mehr nachgehen konnte. Schließlich ist selbiger mit viel Stress und vielen Reisen verbunden. Also machte Premiere keinen Hehl daraus und verpflichtete Peter Lauterbach fortan als Moderator in der Königsklasse.

Damit begann schließlich der Lauf der Dinge. Peter Lauterbach hat trotz seiner jungen Jahre zwar schon allerhand Erfahrung im Medienbereich vorzuweisen, allerdings kommt diese beim Zuschauer auf dem Bildschirm nicht wirklich rüber.

Klar ist natürlich auch, dass es äußerst schwer ist, in die Fußstapfen eines Wolfgang Rothers zu treten. Aber bei Lauterbach fragt man sich einfach manchmal, ob er überhaupt weiß, was er da redet?

Der Höhepunkt sollte natürlich 2008 & 2009 folgen. Als ihm Keke Rosberg als Experte zur Seite gestellt wurde. Der eine sprach nur „Käse“ und den anderen, der zwar allerhand Formel 1 Wissen mitbrachte, verstand man aufgrund seines finnischen Akzentes kaum. 2010 war dann der hochgeschätzte Marc Surer sowie Nick Heidfeld (vor seiner Verpflichtung zu Sauber) an Lauterbachs Seite und konnten ihn hin und wieder auf die richtige Spur lenken.

Lauterbachs größte Schwäche ist meiner Meinung nach darin zu sehen, dass er einen bestimmten Sachverhalt einfach nicht auf den Punkt bringt. Stattdessen redet er lieber um den heißen Brei herum. Deshalb wird er im Forum von Digitalfernsehen auch scherzhaft „Laberbach“ genannt, schließlich trifft das auch auf seine Interviews zu. Denn auch dort schafft er es nur selten, auf den Punkt zu kommen und stellt immer wieder unnötige Fragen, die keinen, aber auch wirklich keinen interessieren.

Gewiss ist es wie gesagt nicht einfach an einen Profi wie Wolfgang Rother heranzukommen. Das verlangt aber auch keiner, denn jeder ist anders. Aber angesichts der Tatsache, dass Lauterbach diese Position bereits seit 2007 ausübt und schon vorher im Formel 1 Team von Premiere eingesetzt wurde, könnte, nein sollte man einfach mehr erwarten dürfen. Aber es sei hier auch noch lobend erwähnt, dass das bisher erreichte von Peter Lauterbach beachtlich ist. Schließlich versucht er den Spagat zwischen Moderation auf der einen Seite und die Leitung seiner eigenen Firma auf der anderen Seite so gut es geht unter einen Hut zu bringen. Das zeigt aber auch, dass er durchaus auch Führungsqualitäten hat. Diese müsste er nur auch vor die Kamera bringen. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass auch in Peter Lauterbach noch allerhand versteckte Qualitäten stecken, die nur darauf warten, endlich zum Vorschein zu kommen.

Ob sich diesbezüglich in dieser Saison etwas ändern wird, können Sky Kunden erstmals beim Großen Preis der Türkei erleben. Dann wird Lauterbach nämlich erstmals in dieser Saison vor Ort sein. Bis zum Türkei GP übernimmt wie im vergangenen Jahr Tanja Bauer die Moderation. Außerdem dürfen die Abonnenten auf Nico Hülkenberg gespannt sein. Der junge deutsche Force India Testfahrer wird in diesem Jahr als Experte bei Sky eingesetzt.

Geschrieben von Markus Krecker

Eure Meinung interessiert uns – Wie findet ihr Peter Lauterbach? Wir freuen uns über viele, aber vor allem sachliche Kommentare.

Die Formel 1 im deutschen Pay-TV – Eine lange Liebe

Es war der 28. Juli 1996. Der Große Preis von Deutschland am Hockenheimring stand auf dem Programm.

Jedoch war dies nicht irgendein Formel 1 Wochenende, es war die Geburtsstunde des vom Medienunternehmer Leo Kirch gegründeten Pay-TV Anbieters DF1, das seinerzeit 57 digitale TV & Radiokanäle umfasste. Damals war das Analoge Fernsehen noch weit verbreitet. Die Formel 1 in Deutschland ausschließlich im Free TV zu sehen. Dies wollte DF1 ab dem 28. Juli ändern.

Man wollte den deutschen Fans unter dem Motto „DF1 ist nicht irgendein neuer Fernsehsender – DF1 ist das neue Fernsehen“ die Königsklasse des Motorsports so präsentieren, wie sie noch nie zuvor im Fernsehen zu sehen war.

Neben der werbefreien Ausstrahlung des kompletten Rennwochenendes auf dem Sender DSF Plus, sollte die Mehrfeedige Übertragung dem Zuschauer das Feeling geben nicht nur dabei, sondern mitten drin im Geschehen zu sein. Man sollte das Gefühl haben, als wäre man live an der Strecke.

Neben dem allseits bekannten Supersignal auf dem man das Gesamtgeschehen gut im Überblick behalten konnte, hatte man mit nur wenigen Knopfdrücken auf der Fernbedienung der d-box die Möglichkeit, in den Cockpitkanal zu schalten, um die Piloten bei der Lenkradarbeit zu bestaunen oder mal schnell in die Boxengasse zu zappen, um zu verfolgen welcher Pilot selbige gerade besucht und wie schnell die Boxencrews jeweils ihre Arbeit erledigen.

Auf dem Highlightkanals konnte man sich jede noch so spannende Szene nochmals anschauen und Dank des offiziellen FOM Datenkanals war man jederzeit up to date was die Zeiten jedes Fahrers betraf. Später kam dann noch das Verfolgerfeld dazu. Dank dieser Perspektive konnte man selbst wählen ob man lieber im Supersignal den Kampf um die Spitze oder im Verfolgerfeld einen Fight im Mittelfeld anschauen möchte.

Von Anfang an dabei waren der aus Heidelberg stammende Jacques Schulz, der ursprünglich eigentlich Busfahrer werden wollte, sich 1991 nach seinem BWL und Jurastudium dann aber doch entschloss im Medienbereich beschäftigt seien zu wollen und somit als Moderator eines Münchner Radiosenders tätig war. Motorsport war schon immer sein Leben. Und so wechselte er 1993 zu Eurosport, wo er die Formel 1 Rennen kommentierte, ab 1996 war er dann für DF1 im Einsatz.

Sowie der Schweizer Marc Surer, der in der Zeit von 1979 bis 1986 u. a. für Arrows und Brabham insgesamt 82 Formel 1 GP bestritt, ehe er 86 nach einem schweren Unfall bei der Hessen Rallye vom aktiven Motorsport zurücktrat. Seine Liebe zur Formel 1 konnte er nie begraben und kommentiert so seit 96 zusammen mit Schulz die Rennen der Formel 1 Elite.

Ein Mann der ersten Stunde war außerdem Wolfgang Rother, der die Moderation der Formel 1 Rennen übernahm. Bedauerlicherweise verließ Rother zum Ende der Saison 2005 den Sender.

Auf der Suche nach einem schnellen Ersatz kam Maren Braun (Tochter von Rainer Braun) gerade Recht. Sie ersetzte Rother ab der Saison 2006.

Bereits nach einem Jahr verließ sie aber ebenfalls wieder den Sender, da sie Nachwuchs erwartete und gab somit das Amt an Peter Lauterbach weiter, der bis heute im Einsatz ist. Viele (mich einbegriffen) bemängeln an ihm, dass er ständig die gleichen unnötigen Fragen stellt und wünschen sich deshalb Wolfgang Rother zurück, dessen fachliche Kompetenz am Mikrofon unter den Fans sehr geschätzt wird.

Als Boxengassenreporterin sorgte einst Inga Stracke für die Interviews auf und neben dem Grid. Sie wurde 2001 durch die Österreicherin Tanja Bauer ersetzt, die auch heute noch als Boxengassenreporterin im Einsatz ist.

Als Experte war lange Zeit Hans Joachim Stuck (74 Formel1 Rennen) im Einsatz, der unter den Fans auch liebevoll „Striezel Stuck“ genannt wird. 2006 übernahm für ein Jahr Alexander Wurz die Rolle als Experte. In den Jahren 2008 bis 2009 wurde der 114 malige GP Teilnehmer und Weltmeister von 1982 Keke Rosberg (Vater von Nico Rosberg) eingesetzt.

In dieser Saison ist Marc Surer neben seiner Kommentatorentätigkeit auch noch als Experte tätig. Vor Heidfelds Verpflichtung zu Sauber für die restlichen Saisonrennen war der Mönchengladbacher auch des Öfteren Experte.

Seit dem Start der digitalen  Formel 1 Übertragung im Jahre 1996 hat sich vieles getan. Leider auch einiges Negative.

Am 01. Oktober 1999 fusionierten DF1 und der bisherige Pay-TV Konkurrent Premiere, der bereits seit 1991 sein Pay-TV Angebot ausstrahlte und wurden zu Premiere World.

Mit Premiere World hatte man wirklich das Gefühl in einer anderen Fernsehwelt einzutauchen. Doch leider waren und sind bis heute nicht allzu viele bereit für Fernsehen zusätzlich Geld auszugeben und so musste die Kirch Gruppe im Jahre 2002 Insolvenz anmelden. Die Insolvenz von Premiere World konnte damals nur knapp abgewendet werden. Von nun an nahm Georg Kofler das Ruder des Senders in die Hand und benannte Premiere World zurück in Premiere. Wir Fans kamen also weiterhin den Genuss der erstklassigen Formel 1 Übertragungen. Doch das Jahr 2002 sollte gleichzeitig das Ende von Bakerville bedeuten.

Der Formel 1 Boss Bernie Eccelstone hatte extra für ein paar Pay-TV Sender ein eigenes Signal (Bakerville) produzieren lassen. Zahlreiche zusätzliche Kameras sorgten dafür, dass man auch Stellen sehen konnte, wo das „normale“ Worldfeed entweder keine Kameras platziert oder einfach keinen Zugriff hatte. Hinzu kamen zahlreiche zusätzliche Features wie z. B. der Boxenfunk, die Yello Flag Zonen und Rundenanzeige sowie viele weitere Spielereien, die Bakerville seinen Zuschauern bot. Den legendären Funkspruch von Jean Todt „Let Michael pass for the championship” 2001 in Spielberg (Österreich), als Barichello aufgefordert wurde im Hinblick auf die Meisterschaft den Deutschen vorbeizulassen, konnte man somit exklusiv auf Premiere hören.

Damals hatte man nicht zuletzt Dank Bakerville einfach das Gefühl etwas zu haben was andere nicht haben. Man hatte einfach einen Mehrwert und wenn man zu Freunden sagte, die kein Premiere hatten und somit auf die RTL Formel 1 Übertragungen angewiesen waren  „Ich verfolge die Formel 1 auf Premiere“, wurde man mit neidischen Blicken angeschaut. Ja keine Frage das war damals einfach was Besonderes. Das komplette Formel 1 Wochenende ohne Werbung und aus mehreren Perspektiven sowie mit Bakerville zu schauen. Beim USA GP 2002 konnten die Free TV Zuschauer einmalig die Vorzüge von Bakerville bewundern. Jedoch war wie ich bereits sagte Ende 2002 Schluss mit Bakerville.

Doch was bedeutete dies nun konkret? Ganz einfach: Alle von der Formel 1 berichtenden Sendeanstalten weltweit hatten nur noch ein einziges Worldfeed zu Verfügung, alle und damit auch Premiere.

Bei diesem Worldfeed gab es keine Features wie Boxenfunk, Rundenanzeige usw. mehr. Damit ging Premiere ein großes Stück Exklusivität flöten. Premiere wollte seinen Abonnenten dennoch auch weiterhin ein zusätzliches Bonbon anbieten und führte die Mehrfeedige Übertragungen weiter fort.

2004 gab es dann ein rundum erneuertes Worldfeed, bei dem es auch die Zusatzfunktionen wie Boxenfunk usw. wieder gab, diesmal aber auch im Free TV. Im Laufe der Saison 2005 wurde der Boxengassenkanal Sang und Klanglos aus dem Angebot gestrichen. Der von Burkard Nuppeney kommentierte Kanal wurde angeblich mangels Zuschauerinteresse wegoptimiert. Wer es glaubt! Gerade der Boxengassenkanal bot einen Mehrwert.

2007 stand dann die Rechteverlängerung an. Der Sportvorstand von Premiere Carsten Schmidt war eigens nach Japan angereist, um auf der Start-Zielgerade zusammen mit Bernie Eccelstone während der Liveübertragung die Verlängerung bis einschließlich 2010 zu verkündigen.

„Man freue sich mit der Formel 1 auch weiterhin ein starker Partner im Programm zu haben. Schließlich sei die Formel 1 neben der Fußball Bundesliga das wichtigste Sportrecht für Premiere“, hieß es damals. Zudem verkündete man, dass sich die Zuschauer bereits bei dem darauf folgenden Rennen im China wieder auf die Rückkehr des Original FOM Datenkanals freuen können.

Leider wurde die Werbung im Programm immer mehr. Bereits kurz nach Fallen der Zielflagge wurde so beispielsweise teilweise sogar schon Werbung eingespielt, wie das Rennen wurde Ihnen präsentiert von XYZ. Da kam sogar ein bisschen RTL Feeling auf. Die Krönung sollte dann aber in der Saison 2009 folgen.

Die Überseerennen sollten von nun an nur noch aus dem Studio in München moderiert werden. Lediglich die beiden Kommentatoren sowie Tanja Bauer als Boxengassenreporterin und ein kleines Team waren noch vor Ort. Damals war sogar angedacht, dass Premiere die Rennen durch Werbung in Form von „Live Split“ Werbung unterbricht, d. h. das Rennen kann man weiterhin in einem kleinen Fenster verfolgen, während die Werbung den großen Anteil des Bildes einnimmt. Außerdem sollte der so genannte „TV-Skyscaper“ bei dem ein Werbesteifen für kurze Zeit im Bild eingeblendet wird zum Einsatz kommen. Viele Fans haben daraufhin ihren Unmut im Forum von Digitalfernsehen geäußert und es wurden zahlreiche E-Mails von Fans an Premiere geschickt.

Letztendlich hat man das mit den Werbeunterbrechungen im Rennen dann doch ins Reich der Fabeln verbannt (zum Glück). Lediglich der „TV-Skyscaper“ kam zum Einsatz, allerdings nur während den Vorberichten.

Premiere konnte allerdings auch weiterhin auf keinen grünen Ast kommen. Wieder wurde die drohende Insolvenz durch Finanzspritzen von Rupert Murdoch, der mittlerweile große Teile von Premiere übernommen hatte, abgewendet.

Im Mai 2009 wurde dann bekannt, dass Premiere ab dem 04. Juli 2009 in Sky Deutschland umbenannt wird. Murdoch betreibt bereits in England und in Italien unter gleichem Namen Pay-TV recht erfolgreich. Es ist wohl die letzte Chance für Premiere, nein die letzte Chance für Pay-TV allgemein in Deutschland.

Unter dem Motto Sky – das besondere Sehen möchte man noch mal von vorne beginnen. Man war der Ansicht der Name Premiere habe über die Jahre ein viel zu schlechtes Image unter der Bevölkerung bekommen. Das mitunter auch Zu Recht!

Zu Premiere World Zeiten füllte man sich in Sachen Service noch als König. Heute kann es schon mal vorkommen, dass wenn man 4 Mal beim Service anruft, dass man 4 Mal völlig unterschiedliche Aussagen bekommt.

Früher war mal von erhofften 10 Mio. Abonnenten die Rede. Sky benötigt rund 3 Mio. Abonnenten um wirtschaftlich arbeiten zu können. Doch selbst diese Zahl ist sehr schwer zu erreichen für Sky. Der Fehler vom Management ist einfach das man den Fernsehmarkt in Deutschland grundlegend unterschätzt hat. Man kann ihn nicht mit jenem aus England oder Italien vergleichen. Dort gibt es bei weitem nicht so viele Free TV Sender die vielen Menschen  hierzulande völlig ausreichen. Carsten Schmidt hat vor kurzem selbst zugegeben, dass man bei der Wahrnehmung und Akzeptanz bei der Bevölkerung nicht vom Fleck gekommen sei.

In der Winterpause  2009 verkündete dann Rekordweltmeister Michael Schumacher sein Comeback in der Saison 2010 beim neuen Mercedes Petronas Team zu geben. Ich als sehr großer Michael Schumacher Fan war natürlich völlig aus dem Häuschen und freute mich deshalb umso mehr, als Sky verkünden ließ, zukünftig neben dem normalen Cockpitkanal einen eigenen Cockpitkanal der Silberpfeile anzubieten. Diese Freude verflog jedoch sehr schnell wieder. Denn schon bald kam die nächste Hiobsbotschaft. Zukünftig gibt es die Perspektiven nur noch am Samstag zur Qualifikation und am Sonntag im Rennen. Gerade in den Trainings machten die verschiedenen Perspektiven am meisten Sinn, da man da die Zeit hatte rumzuzappen, ohne Angst haben zu müssen etwas zu verpassen, wie es in der Qualifikation oder im Rennen oft der Fall ist.

Zwar haben wir Fans uns sehr darüber geärgert, dennoch hat man als Abonnent in den letzten Jahren mit den ständigen Streichungen (auch umgangssprachlich Optimierungen genannt) gezwungenermaßen gelernt umzugehen. Immerhin sendet man ja überhaupt noch mehrfeedig, dazu das gesamte Wochenende (fast) ohne Werbeunterbrechungen und natürlich Jacques Schulz und Marc Surer, die im Grunde noch den größten Pluspunkt von Sky darstellen. Seit nunmehr 14 Jahren kommentieren die beiden gemeinsam von den Strecken dieser Welt. Man hat bei ihnen einfach das Gefühl jederzeit gut aufgehoben zu sein. Die beiden passen zusammen wie die Faust aufs Auge. Der emotionale Schulz sowie der ruhigere Marc, der mit seinem exzellenten Fachwissen glänzt, wissen einfach von was sie reden. Sie lieben und Leben den Sport und das kommt beim Zuschauer auch so rüber.

Nach der für uns Fans zu langen und unerträglichen Winterpause freut man sich nicht nur, wenn im März die Motoren wieder heulen. Nein man freut sich auch, dass man somit endlich wieder Jacques und Marc hört.

Nun laufen die Rechte zum Ende der Saison 2010 also aus. Und Sky denkt doch tatsächlich allen ernstes darüber nach die Formel 1 komplett aus dem Programm zu nehmen. „Die Formel 1 sei als Grund bei der Neukundengewinnung ein geringer. Da man mit RTL ein harter Konkurrent habe, der die Formel 1 live aber mit Werbung zeigt“, ließ Carsten Schmidt verlauten (Planet of Sport berichtete).

Sky hat angeblich eine Umfrage gestartet, wie wichtig die Formel 1 bei den Abonnenten sei. Aber auch nicht Abonnenten sollen befragt worden sein, ob die Formel 1 ein Grund zum Aboabschluss sei. Ich zweifle jedoch ob es diese Umfrage wirklich gegeben hat.

Rund 27 Mio. könnte Sky bei einer nicht Verlängerung der Rechte sparen. 27 Mio. sind sicherlich nicht wenig für ein angeschlagenes Unternehmen. Im Hinblick auf die Summen, die man aber z. B. für die Fußball Bundesliga auf den Tisch legt sind das geradezu Peanuts.

Die Formel 1 hatte seit 96 immer einen festen Platz im Pay-TV in Deutschland. Für mich war und ist die Formel 1 auch heute noch ein Hauptgrund Premiere / Sky  zu abonnieren.

  • keine Werbung
  • alle Session live
  • verschieden Perspektiven
  • Jacques Schulz und Marc Surer
  • alles aus einer Hand

Schauen wir einmal auf die Alternative, die uns das deutsche Free TV bieten

1. und 2. freies Training live auf Sport1

  • Sehr viel Werbung
  • Mangelhafte Kommentatoren

RTL

  • Sehr viel Werbung
  • Mangelhafte Kommentatoren

Für jemanden, der jahrelang  die Werbefreien Übertragungen gewohnt ist, ist beides untragbar. Ich kann und möchte mir Formel 1 zudem nicht ohne Jacques Schulz und Marc Surer vorstellen. Sie sind zu einem sehr wichtigen Bestandteil geworden. Wenn Sky tatsächlich aussteigt, werden sie das wirkliche Ausmaß der Fans spüren. Spätestens dann wenn die Kündigungen eintrudeln werden und ich bin mir Sicher, dass das nicht wenige seien würden, wird man merken, dass es ein großer Fehler war. Machen wir uns nichts vor. Die Formel 1 ist sehr wohl ein Abogrund, da man als Fan einfach nicht an Sky vorbei kommt. Was aber sicherlich keiner ist, ist das magere Sportprogramm, welches bei einem etwaigen Wegfall der Formel 1 sogar noch magerer werden würde. Und das ist meiner Meinung nach ein Armutszeugnis für einen Pay-TV Anbieter. Da helfen dann auch keine Unterhaltungsshows und Eigenproduktionen die Sullivan ins Sky Programm bringen möchte. Die gibt es mit Schlag den Raab oder Wetten dass…? im Free TV schon zu genüge.  Der Fan möchte echten Livesport in einer qualitativ hochwertigen Übertragung sehen und nicht, dass das Formel 1 Geld für so unnötige Produktionen verschwendet wird. Die Formel 1 muss einfach auf Sky bleiben!

Im Moment bleibt als Fan nur die Hoffnung, dass das ein strategisches Vorgehen seitens Sky ist, den Rechtepreis bei Bernie Eccelstone zu drücken. Und falls nicht, wäre das ein riesiger Stich ins Herz. Also hoffen wir weiterhin, dass die Formel 1 Ära auf Sky noch lange nicht vorbei ist!

Geschrieben von Markus Krecker

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